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Wie lange ist RSV ansteckend?
Mit einer RSV-Infektion sind Sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts in der Regel 3 bis 8 Tage ansteckend; bei Menschen mit intaktem Immunsystem klingt die Ansteckungsfähigkeit meist innerhalb einer Woche ab.
Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhDZahlen am 22.09.2026 an den Quellen geprüftSeite aktualisiert am 24.09.2026
Auf dieser Seite
Ihre Daten berechnenDas WichtigsteTag für TagSchon vor den Symptomen ansteckend?Wann ist RSV am ansteckendsten?Wie lange ist RSV ansteckend – und warum bleibt der Husten länger?Was ein RSV-Test sagt – und was nichtBehandlung: Was Medikamente an der Ansteckung ändernZurück in die Kita, Krabbelgruppe, Schule oder Arbeit: die Regel in DeutschlandAlltagssituationen: Baby im Haus, Großeltern, Geschwister, FlugFrühgeborene, Babys, ältere Menschen und Immunschwäche: Wer länger ansteckend bleibtWarum die Behörden bei RSV unterschiedliche Zahlen nennenAnsteckung zu Hause verhindern: Hände, Spielzeug, LüftenWas die Empfehlungen in sechs Ländern sagenHäufige FragenGehen Sie zum Arzt, wennÜber diese SeiteQuellenWeitere KrankheitenDas Wichtigste
- Inkubation: Symptome treten 2–8 Tage nach der Ansteckung auf.
- Meist ansteckend bis Tag 3; äußerste Grenze Tag 8.
- Zurück zu Arbeit oder Schule: Von dem RKI ist für diese Krankheit keine Regel zur Rückkehr an Arbeit oder Schule veröffentlicht. Als Faustregel: zu Hause bleiben, solange Sie Fieber haben oder sich zu krank für Ihren normalen Tag fühlen.
- Kinder: Das kann Wochen dauern, in Einzelfällen Monate.
- Bei geschwächtem Immunsystem: Das kann Wochen dauern, in Einzelfällen Monate.
Frühgeborene, Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können das Virus über Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden. Schon vor den ersten Symptomen kann man ansteckend sein.
RSV, das Respiratorische Synzytial-Virus, ist für die meisten Erwachsenen eine Erkältung. Für Säuglinge ist es laut RKI die häufigste Ursache von Erkrankungen der unteren Atemwege und der damit verbundenen Krankenhauseinweisungen. Die Frage „Wie lange ist RSV ansteckend?“ stellen deshalb vor allem Eltern und Großeltern – und die Antwort hängt stark davon ab, wer erkrankt ist.
Diese Seite fasst zusammen, was RKI und BZgA (infektionsschutz.de) veröffentlichen: Inkubationszeit, Ansteckungsdauer, Tests, Behandlung, Kita-Besuch und Schutz von Babys zu Hause. Wo die deutschen Behörden keine Zahl nennen, steht das hier ausdrücklich – und Sie sehen, was die Nachbarländer sagen.
Tag für Tag
Zählt man den Tag des Symptombeginns als Tag 0, ergeben sich aus den Zahlen von Deutschland (RKI) diese Tage.
| Tag | Was passiert |
|---|---|
| 0 | Symptome beginnen. Das ist der Bezugstag für jede Zahl auf dieser Seite. |
| 3 | Für die meisten ist der Ansteckungszeitraum vorbei. |
| 8 | Äußerste Grenze für ansonsten gesunde Erwachsene. |
Schon vor den Symptomen ansteckend?
Ja. Das RKI schreibt: RSV-Infizierte können schon einen Tag nach der Ansteckung und noch vor Symptombeginn infektiös sein. Die BZgA sagt dasselbe. Achten Sie auf den Bezugspunkt: Das RKI zählt ab der Ansteckung, nicht ab dem ersten Symptom. Wie viele Tage vor Symptombeginn die Ansteckungsfähigkeit beginnt, veröffentlicht keine deutsche Behörde – und auch das niederländische RIVM nennt dafür keine Zahl.
Die Inkubationszeit beträgt laut RKI und BZgA 2 bis 8 Tage, im Durchschnitt 5 Tage; das RIVM nennt dieselben Werte. Zusammen mit der frühen Infektiosität ergibt das eine unangenehme Zeitspanne: Wer sich am Montag ansteckt, kann ab Dienstag andere anstecken und bekommt selbst erst am Wochenende Symptome.
Dazu kommt: Laut RKI spielen Jugendliche und Erwachsene, die keine oder kaum Symptome haben, als Überträger eine Rolle. Ein Elternteil mit leichtem Schnupfen oder ein Geschwisterkind ohne Fieber kann das Virus zum Baby tragen, ohne dass jemand an RSV denkt.
Wann ist RSV am ansteckendsten?
Anders als bei COVID-19 nennen weder das RKI noch die BZgA für RSV einen Zeitraum, in dem die Ansteckungsgefahr am größten ist – und das RIVM auch nicht. Was die Behörden angeben, ist die Gesamtdauer: in der Regel 3 bis 8 Tage, bei Immungesunden meist innerhalb einer Woche abklingend. Wir erfinden keinen Höhepunkt dazu.
Was das RKI zum Verlauf beschreibt, hilft bei der Einordnung: Die Erkrankung dauert meist etwa 3 bis 12 Tage. Bei einem Übergang auf die unteren Atemwege wird der Husten deutlicher und produktiver, die Atemfrequenz steigt, Atemnot ist möglich. Die Tage mit den stärksten Atemwegssymptomen fallen bei sonst Gesunden in die 3 bis 8 Tage, in denen man ansteckend ist.
Übertragen wird RSV laut RKI in erster Linie durch Tröpfcheninfektion. Daneben gilt eine indirekte Übertragung über kontaminierte Hände, Gegenstände und Oberflächen als möglich. Das Virus bleibt in Atemwegssekret laut RKI 20 Minuten auf Händen infektiös, 45 Minuten auf Papierhandtüchern und Baumwollkitteln und bis zu mehreren Stunden auf Einmalhandschuhen, Stethoskopen und Kunststoffoberflächen. Spielzeug und Türklinken sind damit ein echter Übertragungsweg.
Wie lange ist RSV ansteckend – und warum bleibt der Husten länger?
Für Menschen mit intaktem Immunsystem nennt das RKI 3 bis 8 Tage Ansteckungsfähigkeit, meist innerhalb einer Woche abklingend. Die BZgA übernimmt die 3 bis 8 Tage. Das RIVM setzt die Grenze höher: typischerweise 10, äußerstenfalls 12 Tage. Der Rechner auf dieser Seite arbeitet mit den RKI-Werten, also 3 Tagen als typischem Wert und 8 Tagen als Obergrenze.
Der Husten ist kein Maßstab. Laut RKI können respiratorische Symptome, insbesondere Husten, über mehr als 4 Wochen anhalten; die BZgA schreibt, die Erkrankung dauert meist bis zu ein oder zwei Wochen, der Husten kann vier Wochen und länger bleiben. Ein Kind, das in der dritten Woche noch hustet, ist nach den RKI-Zahlen bei intaktem Immunsystem nicht mehr ansteckend – der Husten ist Nachwirkung, nicht Virusausscheidung.
Die große Ausnahme sind die Kleinsten und die Immungeschwächten: Frühgeborene, Neugeborene und immundefiziente oder immunsupprimierte Personen können das Virus laut RKI über mehrere Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden. Für sie gilt die Ein-Wochen-Regel nicht; mehr dazu weiter unten.
Was ein RSV-Test sagt – und was nicht
Ein Test klärt, welches Virus hinter dem Infekt steckt – nicht, wie lange Ihr Kind ansteckend ist. Das RKI beschreibt PCR-Nachweise als sehr spezifisch, schnell und hochsensitiv, selbst bei geringer Virusmenge. Antigen-Schnelltests sind mit einer Sensitivität von etwa 74 Prozent deutlich weniger empfindlich, bei einer Spezifität von 98 Prozent aber zumeist verlässlich, wenn sie positiv sind.
Wichtig ist, bei wem getestet wird: Laut RKI ist die Aussagekraft bei Säuglingen und Kleinkindern während der RSV-Saison deutlich höher als bei älteren Kindern, Erwachsenen – einschließlich älteren und immungeschwächten Personen – oder außerhalb der Saison. Ein negativer Schnelltest beim erkälteten Vater schließt RSV also nicht aus.
Keine deutsche Behörde knüpft die Rückkehr in Kita oder Arbeit an ein Testergebnis. Ein positiver Test ändert nichts an den 3 bis 8 Tagen; er ändert nur, wie aufmerksam Sie ein Baby im Haushalt schützen.
Behandlung: Was Medikamente an der Ansteckung ändern
Eine wirksame ursächliche Behandlung der RSV-Infektion gibt es laut RKI nicht; behandelt werden die Symptome. Die BZgA sagt dasselbe und rät vor allem, viel zu trinken. Es gibt also kein Medikament, das die Ansteckungsdauer verkürzt.
Ausdrücklich hält das RKI fest: Antibiotika beeinflussen weder den klinischen Verlauf einer RSV-Infektion noch die Dauer der Ansteckungsfähigkeit. Sie sind nur dann angezeigt, wenn eine bakterielle Zusatz- oder Folgeinfektion vorliegt. Ein Antibiotikum macht Ihr Kind nicht schneller unansteckend.
Vorbeugen lässt sich dagegen: Für Neugeborene und Säuglinge empfiehlt die STIKO laut RKI in ihrer ersten RSV-Saison eine einmalige Gabe eines langwirksamen monoklonalen Antikörpers (Nirsevimab oder Clesrovimab), unabhängig von Risikofaktoren. Für alle Menschen ab 75 Jahren empfiehlt sie eine einmalige RSV-Impfung als Standardimpfung, für 60- bis 74-Jährige mit schwerer Grunderkrankung als Indikationsimpfung.
Zurück in die Kita, Krabbelgruppe, Schule oder Arbeit: die Regel in Deutschland
Eine Tagesregel für die Rückkehr veröffentlicht das RKI für RSV nicht, und RSV steht nicht auf der Liste des § 34 Infektionsschutzgesetz – ein gesetzliches Besuchsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen gibt es also nicht. Die BZgA gibt trotzdem eine klare Richtung vor: Erkrankte mit einer RSV-Infektion sollten möglichst zu Hause bleiben und insbesondere Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Krabbelgruppen nicht besuchen.
Als Zeitrahmen greift die allgemeine BZgA-Empfehlung für Atemwegsinfektionen: nach Möglichkeit drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Beschwerden zu Hause bleiben. Kombiniert mit den 3 bis 8 Tagen des RKI heißt das für ein Kita-Kind: mindestens drei bis fünf Tage, und zurück erst, wenn es fieberfrei ist, wieder normal trinkt und deutlich besser ist. Der Resthusten darf bleiben.
Die Niederlande sehen das anders: Das RIVM kennt für RSV keinen Ausschluss und hält das Fernbleiben von Schule oder Kita für nicht sinnvoll, weil das Virus im Winter breit zirkuliert und Kinder schon vor den Symptomen ansteckend sind. Der britische NHS und Canal Salut in Katalonien nennen keine Regel, sondern nur die Symptomdauer (7 bis 14 beziehungsweise 7 bis 10 Tage, Husten bis 3 Wochen). Ameli in Frankreich und das ISS in Italien veröffentlichen keine Rückkehrregel.
Alltagssituationen: Baby im Haus, Großeltern, Geschwister, Flug
Bei RSV dreht sich fast jede Alltagsfrage um ein Baby. So lassen sich die RKI- und BZgA-Angaben anwenden.
- Neugeborenes im Haus, Geschwisterkind erkältet: Frühgeborene, Neugeborene und Säuglinge gehören laut RKI zu den Risikogruppen für schwere Verläufe. Halten Sie das kranke Kind in den 3 bis 8 Tagen der Ansteckung vom Baby fern, waschen Sie sich vor jedem Kontakt die Hände und reinigen Sie Spielzeug und Türklinken, wie es die BZgA empfiehlt. Kein Küssen, kein gemeinsamer Schnuller.
- Sie selbst sind erkältet und stillen oder versorgen das Baby: Erwachsene übertragen RSV laut RKI oft mit wenigen Symptomen. Mund-Nasen-Schutz beim Füttern und Wickeln, Hände waschen, nicht ins Gesicht des Babys atmen – so lange, bis Sie deutlich besser sind.
- Großeltern: Die BZgA nennt ältere Menschen ab 75 Jahren als Risikogruppe, das RKI Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen und Immungeschwächte. Verschieben Sie den Besuch mit einem RSV-kranken Kind mindestens eine Woche ab Symptombeginn.
- Bett teilen: RSV wird laut RKI in erster Linie über Tröpfchen übertragen. Wer kann, schläft in der ersten Woche getrennt; das Krankenzimmer regelmäßig lüften (BZgA).
- Fitnessstudio, Flug, Familienessen: für Erwachsene mit RSV gilt dasselbe wie bei jeder Atemwegsinfektion – frühestens nach den 3 bis 5 Tagen der BZgA und bei deutlicher Besserung; im Flugzeug Mund-Nasen-Schutz zum Fremdschutz.
- Pflegeheim: Ältere und chronisch Kranke gehören zur Risikogruppe. Warten Sie die volle Woche ab und gehen Sie nicht mit Husten und Schnupfen hin.
Frühgeborene, Babys, ältere Menschen und Immunschwäche: Wer länger ansteckend bleibt
Das RKI ist hier ungewöhnlich deutlich: Frühgeborene, Neugeborene, immundefiziente oder immunsupprimierte Personen können das Virus über mehrere Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden. Die BZgA übernimmt diese Aussage. Eine Zahl in Tagen nennen beide nicht.
Zur Einordnung, was Wochen heißen kann: Das RIVM gibt für Kinder eine Ansteckungsdauer von bis zu 28 Tagen an, und für Menschen nach einer Transplantation wurde die Ausscheidung im Mittel bei etwa 80 Tagen gemessen, bei manchen deutlich länger. Wenn ein Frühgeborenes oder ein immungeschwächter Angehöriger RSV hatte, klären Sie die Ansteckungsdauer mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.
Für ältere Menschen nennt das RKI keine längere Ansteckungsdauer, aber ein höheres Risiko für schwere Verläufe: Zu den Risikogruppen zählt es Erwachsene mit Herz- oder Lungenerkrankungen sowie Immungeschwächte, und die STIKO empfiehlt die Impfung ab 75 Jahren. Und RSV kommt wieder: Reinfektionen sind laut RKI häufig und in jedem Lebensalter möglich, eine langfristige Immunität besteht nicht. Wenn ein Kind nach Luft ringt, lange Atempausen macht oder die Haut blass, blau oder grau wird, wählen Sie den Notruf 112.
Warum die Behörden bei RSV unterschiedliche Zahlen nennen
Bei RSV liegt der Unterschied zwischen den Behörden vor allem darin, was sie überhaupt veröffentlichen. Das RKI nennt 3 bis 8 Tage und beschreibt die Ausnahmen in Worten. Das RIVM nennt 10 bis 12 Tage und beziffert die Ausnahmen: 4 Wochen für Kinder, rund 80 Tage nach Transplantation. Der NHS, Ameli und das ISS nennen gar keine Ansteckungsdauer, Katalonien nur die Symptomdauer.
Die Zahlen widersprechen sich weniger, als es scheint: Das RKI beschreibt mit „in der Regel 3 bis 8 Tage“ den typischen Erwachsenen und das größere Kind, das RIVM zieht seine Spanne bewusst bis an den äußeren Rand. Für Eltern sind beide Angaben nützlich – die eine für die Frage, wann das Geschwisterkind wieder in die Kita kann, die andere für die Frage, wie lange ein Frühgeborenes geschützt werden muss.
Bei der Kita gehen die Ansätze grundsätzlich auseinander: Die BZgA rät, Kindergärten und Krabbelgruppen fernzubleiben; das RIVM hält genau das für nicht sinnvoll, weil die Übertragung ohnehin vor den Symptomen stattfindet. Beide Positionen sind begründet. Die deutsche schützt die anderen Kinder in der akuten Phase, die niederländische verzichtet auf Regeln, die das Virus nicht aufhalten.
Was die Empfehlungen in sechs Ländern sagen
Dieselbe Krankheit, sechs offizielle Positionen. Wo ein Land nichts veröffentlicht, steht das in der Tabelle, statt die Zahl des Nachbarn zu übernehmen.
| Empfehlung | Ansteckend bis | Zurück zu Arbeit oder Schule | Quelle |
|---|---|---|---|
| UK & USA (NHS / CDC) | Nicht veröffentlicht | Es ist keine Ausschlussfrist veröffentlicht. Die Symptome dauern meist 7 bis 14 Tage. | NHS |
| Deutschland (RKI) | Tag 3 bis 8 | Nicht veröffentlicht | Robert Koch-Institut |
| Frankreich (Assurance Maladie) | Tag 3 bis 8 | Es gibt keine Pflicht, zu Hause zu bleiben. | Haut Conseil de la santé publique |
| Spanien (Sanidad / Canal Salut) | Tag 3 bis 8 | Es ist keine Ausschlussfrist veröffentlicht. Die Symptome dauern meist 7 bis 10 Tage. | Ministerio de Sanidad, Canal Salut |
| Italien (ISS) | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità |
| Niederlande (RIVM) | Tag 10 bis 12 | Es gibt keine Pflicht, zu Hause zu bleiben. | RIVM |
Ansteckung zu Hause verhindern: Hände, Spielzeug, Lüften
Weil RSV über Tröpfchen, aber auch über Hände und Oberflächen wandert, helfen zu Hause Maßnahmen, die beides abdecken.
- Hände waschen: vor jedem Kontakt mit dem Baby, nach dem Naseputzen, nach dem Wickeln (BZgA). Das Virus bleibt laut RKI 20 Minuten auf Händen infektiös.
- Spielzeug und Türklinken: Häufig benutzte Gegenstände gründlich reinigen (BZgA). Auf Kunststoffoberflächen bleibt RSV laut RKI bis zu mehreren Stunden infektiös; für die Desinfektion nennt das RKI Mittel mit dem Wirkbereich „begrenzt viruzid“.
- Husten- und Niesregeln: Taschentuch oder Armbeuge, von anderen abwenden (BZgA).
- Lüften: regelmäßiges Stoßlüften senkt laut BZgA das Übertragungsrisiko.
- Mund-Nasen-Schutz: Erkrankte sollten laut BZgA einen Mund-Nasen-Schutz zum Fremdschutz tragen, wenn Kontakt zu Risikogruppen – hier vor allem Säuglinge – nicht vermeidbar ist.
- Vorbeugen: der monoklonale Antikörper für Säuglinge in der ersten RSV-Saison und die Impfung ab 75 Jahren, beides laut RKI von der STIKO empfohlen.
Häufige Fragen
Wie lange ist RSV ansteckend?
In der Regel 3 bis 8 Tage, sagt das RKI; bei Menschen mit intaktem Immunsystem klingt die Ansteckungsfähigkeit meist innerhalb einer Woche ab. Die BZgA nennt dieselben 3 bis 8 Tage. Das niederländische RIVM rechnet mit 10 bis 12 Tagen. Frühgeborene, Neugeborene und Immungeschwächte können das Virus über Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden.
Ist RSV schon vor den Symptomen ansteckend?
Ja. Laut RKI und BZgA können Infizierte schon einen Tag nach der Ansteckung und noch vor dem Auftreten von Krankheitszeichen infektiös sein. Wie viele Tage vor Symptombeginn das ist, veröffentlicht keine deutsche Behörde. Weil die Inkubationszeit 2 bis 8 Tage beträgt, kann jemand mehrere Tage ansteckend sein, bevor er selbst etwas merkt.
Wie lange ist RSV bei Babys ansteckend?
Für ältere Säuglinge und Kleinkinder mit intaktem Immunsystem gelten die 3 bis 8 Tage des RKI. Frühgeborene und Neugeborene können das Virus laut RKI dagegen über mehrere Wochen ausscheiden, im Einzelfall über Monate; das RIVM nennt für Kinder bis zu 28 Tage. Bei einem Frühgeborenen klären Sie die Dauer mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.
Wie lange dauert eine RSV-Infektion?
Laut RKI meist etwa 3 bis 12 Tage; die BZgA schreibt: bis zu ein oder zwei Wochen. Der Husten kann laut beiden vier Wochen und länger anhalten. Die Ansteckungsfähigkeit endet bei Immungesunden deutlich früher, meist innerhalb einer Woche. Ein Kind, das nach drei Wochen noch hustet, ist nach den RKI-Zahlen nicht mehr ansteckend.
Wann darf mein Kind nach RSV wieder in die Kita?
Eine gesetzliche Frist gibt es nicht; RSV steht nicht im § 34 Infektionsschutzgesetz. Die BZgA rät, mit RSV Kindergärten und Krabbelgruppen nicht zu besuchen, und empfiehlt bei Atemwegsinfekten drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung zu Hause. Das RKI nennt 3 bis 8 Tage Ansteckung. Zurück also frühestens nach drei bis fünf Tagen, fieberfrei und deutlich besser – mit Resthusten ist das in Ordnung.
Ist RSV für Erwachsene ansteckend – und gefährlich?
Ansteckend ja: Reinfektionen sind laut RKI häufig und in jedem Alter möglich, weil es keine langfristige Immunität gibt. Für die meisten Erwachsenen bleibt es bei einer Erkältung. Gefährlich wird RSV laut RKI für Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen, Immungeschwächte und Ältere; die STIKO empfiehlt die Impfung ab 75 Jahren und ab 60 bei schwerer Grunderkrankung.
Kann ich mein Baby vor RSV schützen, wenn ein Geschwisterkind erkältet ist?
Ja, mit drei Dingen: Abstand zwischen krankem Kind und Baby in der ersten Woche, Händewaschen vor jedem Kontakt mit dem Baby und Reinigen von Spielzeug und Türklinken (BZgA). RSV bleibt laut RKI 20 Minuten auf Händen und bis zu mehreren Stunden auf Kunststoff infektiös. Für Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison empfiehlt die STIKO zusätzlich den monoklonalen Antikörper.
Wie wird RSV übertragen?
In erster Linie durch Tröpfchen beim Husten und Niesen, sagt das RKI. Daneben gilt eine indirekte Übertragung über kontaminierte Hände, Gegenstände und Oberflächen als möglich. Jugendliche und Erwachsene spielen laut RKI als Überträger mit wenigen oder keinen Symptomen eine Rolle – der leicht erkältete Erwachsene ist für ein Baby deshalb ein größeres Risiko, als es sich anfühlt.
Wie lange überlebt RSV auf Oberflächen und Händen?
Laut RKI bleibt RSV in Atemwegssekret 20 Minuten auf Händen infektiös, 45 Minuten auf Papierhandtüchern und Baumwollkitteln und bis zu mehreren Stunden auf Einmalhandschuhen, Stethoskopen und Kunststoffoberflächen. Deshalb empfiehlt die BZgA, häufig benutzte Gegenstände wie Türklinken und Kinderspielzeug gründlich zu reinigen.
Hilft ein Antibiotikum, damit mein Kind schneller nicht mehr ansteckend ist?
Nein. Das RKI hält ausdrücklich fest, dass Antibiotika weder den Verlauf einer RSV-Infektion noch die Dauer der Ansteckungsfähigkeit beeinflussen. Sie sind nur bei einer bakteriellen Zusatzinfektion angezeigt. Eine ursächliche Behandlung gegen RSV gibt es laut RKI und BZgA nicht; behandelt werden die Symptome, und wichtig ist vor allem, dass Ihr Kind genug trinkt.
Wie lange sind Immungeschwächte mit RSV ansteckend?
Laut RKI können immundefiziente oder immunsupprimierte Personen das Virus über mehrere Wochen, im Einzelfall über Monate ausscheiden – eine Zahl nennt das RKI nicht. Das RIVM berichtet für Menschen nach einer Transplantation eine mittlere Ausscheidungsdauer von etwa 80 Tagen. Klären Sie die Dauer im Einzelfall mit der behandelnden Praxis oder Klinik.
Wann muss ich mit einem RSV-kranken Kind in die Praxis – und wann die 112 wählen?
Ärztlich abklären lassen sollten Sie ein Kind, das schlechter wird, deutlich weniger trinkt oder isst oder dessen Windel 12 Stunden trocken bleibt; bei Babys unter 3 Monaten schon ab 38 Grad Fieber. Ringt ein Kind nach Luft, macht lange Atempausen, zieht die Haut unter den Rippen ein oder wird blass, blau oder grau, wählen Sie sofort den Notruf 112.
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Gehen Sie zum Arzt, wenn
- einem Kind geht es schlechter
- ein Kind trinkt oder isst deutlich weniger als sonst
- eine Windel ist seit 12 Stunden oder länger trocken
- ein Baby unter 3 Monaten hat 38 °C, oder über 3 Monate 39 °C oder mehr
- Sie haben Erkältungssymptome und eine Herz- oder Lungenerkrankung oder ein geschwächtes Immunsystem
Im Notfall die 112 anrufen. Dieses Tool ist nicht für Notfälle.
- ein Kind ringt nach Luft — Stöhnen, lange Atempausen oder Einziehungen unter den Rippen
- Sie oder ein Kind sind schlaff und wachen nicht auf oder bleiben nicht wach
- Lippen oder Haut werden sehr blass, blau oder grau
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Erstellt von der medizinischen Redaktion von Mobi Doctor. Jede Zahl auf dieser Seite ist auf eine datierte offizielle Quelle zurückgeführt, aufgelistet unter Quellen. Die sechs nationalen Empfehlungen werden getrennt gehalten: Wo eine Behörde nichts veröffentlicht, sagt die Seite das, statt die Zahl eines Nachbarlandes zu übernehmen. Jede Zahl wurde vor der Veröffentlichung unabhängig an ihrer Quelle geprüft.
Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhD.
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Quellen
- RKI-Ratgeber RSV — Robert Koch-Institut (Stand 10.09.2026)
- Respiratory syncytial virus (RSV) — NHS (Stand 05.07.2024)
- Survenue de maladies infectieuses dans une collectivité. Conduites à tenir — Haut Conseil de la santé publique (HCSP) (Stand 28.09.2012)
- VRS - Virus Respiratorio Sincitial (enfermedades prevenibles, profesionales sanitarios) — Ministerio de Sanidad (Stand 2024-08)
- Bronquiolitis — Canal Salut (Generalitat de Catalunya) (Stand 15.01.2021)
- Virus parainfluenzali e agenti del raffreddore — EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità (Stand 21.09.2026)
- RSV-infectie — RIVM (Stand 25.11.2025)
- Erregersteckbrief RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) — BZgA infektionsschutz.de (Stand 01.05.2025)
- Empfehlungen für die Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 34 IfSG — Robert Koch-Institut (Epidemiologisches Bulletin 1/2023) (Stand 05.01.2023)
- Atemwegsinfektionen — BZgA infektionsschutz.de (Stand 17.03.2025)
- Reconnaitre la bronchiolite — Ameli (Assurance Maladie) (Stand 03.07.2026)
Weitere Krankheiten
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