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Wie lange dauert eine Erkältung – und wie lange ist sie ansteckend?
Eine Erkältung klingt laut gesund.bund.de in der Regel nach etwa ein bis zwei Wochen von selbst ab; der Husten braucht bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage.
Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhDZahlen am 22.09.2026 an den Quellen geprüftSeite aktualisiert am 24.09.2026
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Ihre Daten berechnenDas WichtigsteTag für TagSchon vor dem ersten Niesen ansteckend?Wann ist eine Erkältung am ansteckendsten?Wie lange dauert eine Erkältung – und wann ist sie nicht mehr ansteckend?Brauche ich einen Test?Behandlung: Nichts verkürzt die Ansteckung – und Antibiotika helfen nichtZurück zur Arbeit, in die Schule oder Kita: die Regel in DeutschlandAlltagssituationen: Neugeborenes, Großeltern, Bett, Fitnessstudio, FlugKinder, ältere Menschen und geschwächtes ImmunsystemWarum die Behörden bei der Erkältung so wenig sagen – und so UnterschiedlichesAnsteckung zu Hause verhindernWas die Empfehlungen in sechs Ländern sagenHäufige FragenGehen Sie zum Arzt, wennÜber diese SeiteQuellenWeitere KrankheitenDas Wichtigste
- Deutschland (RKI) veröffentlicht für einer Erkältung keinen Ansteckungszeitraum, deshalb zeigt diese Seite nur die veröffentlichten Regeln.
- UK & USA (NHS / CDC): Meist ansteckend bis Tag 7; äußerste Grenze Tag 14.
- Zurück zu Arbeit oder Schule: Bleiben Sie 3 bis 5 Tage zu Hause, und bis sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben.
Wie lange Sie dabei ansteckend sind, beziffern RKI und BZgA nicht. Die BZgA empfiehlt für alle Atemwegsinfekte, 3 bis 5 Tage und bis zur deutlichen Besserung zu Hause zu bleiben.
„Wie lange dauert eine Erkältung?“ ist leicht zu beantworten, „Wie lange ist sie ansteckend?“ erstaunlich schwer – nicht, weil es niemand wüsste, sondern weil die deutschen Behörden für den gewöhnlichen Schnupfen keine Ansteckungsdauer veröffentlichen. Diese Seite sagt, was gesund.bund.de, die BZgA (infektionsschutz.de) und das RKI tatsächlich angeben, und wo wir auf den britischen NHS ausweichen müssen.
Das Ergebnis ist praktischer, als es klingt: Deutschland hat mit der 3-bis-5-Tage-Empfehlung der BZgA eine klarere Alltagsregel als die meisten Nachbarländer, die für die Erkältung gar nichts oder nur die Symptomdauer nennen. Was das für Arbeit, Kita, Großeltern und Fitnessstudio heißt, steht unten.
Tag für Tag
Deutschland (RKI) veröffentlicht für einer Erkältung keinen tageweisen Ansteckungszeitraum.
Schon vor dem ersten Niesen ansteckend?
Für die Erkältung veröffentlicht keine deutsche Behörde eine Zahl zur Ansteckung vor Symptombeginn – weder gesund.bund.de noch die BZgA noch das RKI, das für Erkältungsviren keinen eigenen Ratgeber führt. Auch eine Inkubationszeit nennt gesund.bund.de nicht.
Der britische NHS ist die einzige der verglichenen Behörden, die dazu etwas sagt: Man kann eine Erkältung von einigen Tagen vor Beginn der Symptome bis zu deren Ende weitergeben. Eine genaue Zahl nennt auch der NHS nicht, und wir machen aus „einigen Tagen“ keine. Das italienische ISS gibt für Erkältungsviren eine Inkubationszeit von 2 bis 3 Tagen an.
Für den Alltag heißt das: Wer sich am Wochenende angesteckt hat, kann Anfang der Woche schon Viren verteilen, bevor die Nase läuft. Deshalb sind Händewaschen und Husten in die Armbeuge in der Erkältungszeit auch für Gesunde sinnvoll, nicht nur für Kranke.
Wann ist eine Erkältung am ansteckendsten?
Einen Zeitraum, in dem eine Erkältung am ansteckendsten ist, veröffentlicht keine deutsche Behörde – und auch NHS, Ameli, ISS, RIVM und die spanischen Stellen nicht. Wir nennen deshalb keinen.
Was die Quellen hergeben, ist der Übertragungsweg. gesund.bund.de: Erkältungsviren verbreiten sich über Tröpfchen, die zum Beispiel beim Niesen oder Husten in der Luft verteilt werden; werden verunreinigte Gegenstände angefasst, gelangen die Viren an die Hände und von dort leicht an Nase oder Mund. Der NHS ergänzt, dass die Erreger aus Husten und Niesen auf Händen und Oberflächen 24 Stunden überleben können.
Daraus folgt eine einfache Faustregel, die sich mit der BZgA-Empfehlung deckt: Die Tage, an denen Sie am meisten niesen, husten und die Nase putzen, sind die Tage, an denen Sie am meisten Viren verteilen. Genau auf diese ersten Tage zielt die BZgA mit „drei bis fünf Tage zu Hause“.
Wie lange dauert eine Erkältung – und wann ist sie nicht mehr ansteckend?
Die Dauer ist gut belegt: Erkältungen klingen laut gesund.bund.de in der Regel nach etwa ein bis zwei Wochen von selbst ab. Der Husten hält länger: Bis er komplett ausgestanden ist, dauert es bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage, und auch bei Kindern kann Husten mitunter drei Wochen lang anhalten. Ameli in Frankreich nennt 5 bis 20 Tage Symptomdauer, das ISS 7 bis 14 Tage, Thuisarts.nl ein paar Wochen.
Eine Ansteckungsdauer beziffert nur der NHS: ansteckend, bis alle Symptome verschwunden sind, was meist 1 bis 2 Wochen dauert. Der Rechner auf dieser Seite arbeitet für den internationalen Vergleich mit diesen NHS-Werten – 7 Tage typisch, 14 Tage als Obergrenze. Für Deutschland zeigt er die BZgA-Regel, weil RKI und BZgA keine eigene Ansteckungsdauer veröffentlichen.
Ob Sie mit einem Resthusten in der dritten Woche noch ansteckend sind, sagt keine deutsche Quelle. Sicher ist nur, dass der lange Husten laut gesund.bund.de zum normalen Verlauf gehört und dass die BZgA die Rückkehr an drei bis fünf Tage und deutliche Besserung knüpft, nicht an das Ende des Hustens. Hält ein Husten länger als 3 Wochen an oder bessern sich die Beschwerden nach 10 Tagen nicht, lassen Sie sich ärztlich beraten.
Brauche ich einen Test?
Für eine Erkältung nicht. gesund.bund.de sagt: Um eine Erkältung festzustellen, sind keine besonderen Untersuchungen nötig. Ein Test ändert auch nichts an der Empfehlung, wie lange Sie zu Hause bleiben – die BZgA-Regel gilt für alle Atemwegsinfektionen gleich.
Sinn ergibt ein Test dann, wenn er zwischen Erkältung, Grippe und COVID-19 unterscheiden soll und das Ergebnis eine Entscheidung ändert – etwa ob ein Mensch aus einer Risikogruppe früh antiviral behandelt wird. Dabei gilt, was die BZgA zu Schnelltests zu Hause schreibt: Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht unbedingt aus.
Wichtiger als ein Test ist der Blick auf die Symptome: Eine Grippe verursacht laut gesund.bund.de häufiger stärkere Beschwerden wie hohes Fieber, Schüttelfrost sowie Muskel- und Gliederschmerzen. Bei hohem Fieber, Brustschmerzen, Luftnot oder Atemproblemen rät gesund.bund.de, ärztlichen Rat einzuholen.
Behandlung: Nichts verkürzt die Ansteckung – und Antibiotika helfen nicht
Erkältungen können laut gesund.bund.de bisher mit keinem Medikament gezielt bekämpft werden. Es gibt kein Mittel, das die Erkältung oder die Zeit, in der Sie andere anstecken, verkürzt. Behandelt werden die Beschwerden.
Antibiotika helfen nicht: Erkältungen werden laut gesund.bund.de in der Regel durch Viren ausgelöst, Antibiotika wirken aber nur gegen Bakterien. Der NHS sagt es genauso – Antibiotika lindern bei einer Erkältung weder die Symptome noch beschleunigen sie die Genesung. Wer trotzdem ein Antibiotikum bekommt, ist deshalb nicht schneller unansteckend.
Ob aus einer Erkältung nach zehn Tagen etwas anderes geworden ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt – dafür lohnt sich der Praxisbesuch, nicht für den gewöhnlichen Schnupfen.
Zurück zur Arbeit, in die Schule oder Kita: die Regel in Deutschland
Eine gesetzliche Frist gibt es nicht; die Erkältung steht nicht auf der Liste des § 34 Infektionsschutzgesetz. Die BZgA-Empfehlung für Atemwegsinfektionen ist dafür eindeutig: nach Möglichkeit drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Beschwerden zu Hause bleiben. Wer zurückgeht, sollte laut BZgA einen Mund-Nasen-Schutz zum Fremdschutz tragen, wenn Kontakt zu Risikogruppen nicht vermeidbar ist.
Für Kinder gilt dieselbe Empfehlung. Kinder in Schule, Kindergarten oder Hort bekommen laut gesund.bund.de nicht selten 6 bis 8 Erkältungen im Jahr – bei drei bis fünf Tagen je Infekt sind das mehrere Wochen Ausfall pro Winter. Eine Empfehlung bleibt eine Empfehlung: Ein Kind ohne Fieber, das gut isst und spielt, aber noch Schnupfen hat, kann nach der Besserung wieder in die Kita; ob die Einrichtung etwas anderes verlangt, regelt sie selbst.
Damit ist Deutschland auf dem Papier strenger als seine Nachbarländer. Katalonien sagt ausdrücklich, dass ein leichter Atemwegsinfekt in der Regel kein Zuhausebleiben erfordert. Der NHS rät, zu Hause zu bleiben und Kontakt zu anderen zu vermeiden, solange man Fieber hat oder sich nicht fit für den Alltag fühlt. Frankreich, Italien und die Niederlande veröffentlichen keine Rückkehrregel, sondern nur die Symptomdauer.
Alltagssituationen: Neugeborenes, Großeltern, Bett, Fitnessstudio, Flug
Ohne deutsche Ansteckungsdauer bleibt die BZgA-Regel als Maßstab – und der NHS-Rahmen von ein bis zwei Wochen als Obergrenze.
- Neugeborenes im Haus: Säuglinge gehören laut BZgA zu den Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe, und was Sie für eine Erkältung halten, kann RSV sein. Hände waschen vor jedem Kontakt, Mund-Nasen-Schutz beim Füttern und Wickeln, in den ersten drei bis fünf Tagen nicht ins Gesicht des Babys atmen.
- Großeltern: Ältere und Menschen mit Vorerkrankung oder Immunschwäche nennt die BZgA als Risikogruppen. Besuch erst nach den drei bis fünf Tagen und deutlicher Besserung; bei Resthusten Maske und Abstand.
- Bett teilen: Tröpfchen beim Niesen und Husten sind laut gesund.bund.de der Hauptweg. In den ersten Nächten getrennt schlafen, wenn es geht, und das Schlafzimmer regelmäßig lüften (BZgA).
- Fitnessstudio: frühestens nach drei bis fünf Tagen und bei deutlicher Besserung (BZgA). Geräte danach abwischen – Erreger überleben laut NHS bis zu 24 Stunden auf Oberflächen.
- Flug oder Bahnfahrt: In der ersten Woche Mund-Nasen-Schutz, Taschentücher sofort entsorgen, Hände waschen. Reisen mit starkem Schnupfen sind auch für Ihre Ohren unangenehm; verschieben Sie, was sich verschieben lässt.
- Familienessen: In den ersten Tagen absagen, wenn ältere oder chronisch kranke Angehörige dabei sind. Danach: Hände waschen, nicht aus einem Glas trinken, in die Armbeuge husten.
Kinder, ältere Menschen und geschwächtes Immunsystem
Kinder erkälten sich häufiger und husten länger: Laut gesund.bund.de bekommen Kinder, die zur Schule, in den Kindergarten oder in einen Hort gehen, nicht selten 6 bis 8 Erkältungen jährlich, und der Husten kann bei ihnen mitunter drei Wochen anhalten. Ob Kinder auch länger ansteckend sind, sagt keine deutsche Behörde; der NHS hält fest, dass die Symptome bei kleinen Kindern länger dauern können – und weil der NHS die Ansteckung an die Symptome knüpft, verlängert sich damit auch die Zeit, in der sie ansteckend sind.
Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem veröffentlicht keine der verglichenen Behörden eine Ansteckungsdauer bei Erkältung. Für sie zählt eher das Gegenteil: Sie sind laut BZgA die Gruppe, die Erkrankte meiden sollen, weil ein banaler Infekt bei ihnen schwer verlaufen kann.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt: bei Fieber, das länger als 3 Tage anhält, bei Beschwerden, die schlimmer werden oder nach 10 Tagen nicht besser sind, bei Kurzatmigkeit oder Brustschmerzen, bei Husten über 3 Wochen sowie generell bei chronischer Erkrankung oder geschwächtem Immunsystem. Bei schwerer Atemnot wählen Sie den Notruf 112.
Warum die Behörden bei der Erkältung so wenig sagen – und so Unterschiedliches
Bei der Erkältung liegt der Unterschied zwischen den Ländern weniger in den Zahlen als in der Frage, ob es überhaupt welche gibt. Der NHS nennt eine Ansteckungsdauer (bis die Symptome weg sind, meist 1 bis 2 Wochen) und einen unscharfen Beginn (einige Tage vor den Symptomen). Ameli nennt 5 bis 20 Tage Symptomdauer, das ISS 7 bis 14 Tage und eine Inkubationszeit von 2 bis 3 Tagen, Thuisarts.nl ein paar Wochen – alle ohne Ansteckungsdauer. Die deutschen Behörden nennen die Krankheitsdauer, aber keine Ansteckungsdauer.
Der Grund liegt in der Erkältung selbst: Sie wird von vielen verschiedenen Viren ausgelöst, verläuft fast immer harmlos und ist so häufig, dass ein Ausschluss die Zirkulation nicht aufhalten würde. Deshalb sagt Katalonien ausdrücklich, dass ein leichter Atemwegsinfekt kein Zuhausebleiben erfordert, und deshalb verzichten Frankreich, Italien und die Niederlande auf jede Regel.
Deutschland geht den anderen Weg und behandelt die Erkältung wie jede Atemwegsinfektion: drei bis fünf Tage zu Hause, bis zur deutlichen Besserung, Maske bei Risikogruppen. Das liegt nicht daran, dass die BZgA die Erkältung für gefährlicher hält, sondern daran, dass ihre Empfehlung für alle Atemwegsinfektionen gemeinsam gilt – Grippe, COVID-19 und Schnupfen –, ohne dass Sie vorher wissen müssen, welches Virus es ist.
Was die Empfehlungen in sechs Ländern sagen
Dieselbe Krankheit, sechs offizielle Positionen. Wo ein Land nichts veröffentlicht, steht das in der Tabelle, statt die Zahl des Nachbarn zu übernehmen.
| Empfehlung | Ansteckend bis | Zurück zu Arbeit oder Schule | Quelle |
|---|---|---|---|
| UK & USA (NHS / CDC) | Tag 7 bis 14 | Bleiben Sie zu Hause, solange Sie Fieber haben oder sich zu krank fühlen. Danach können Sie zurück. | NHS |
| Deutschland (RKI) | Nicht veröffentlicht | Bleiben Sie 3 bis 5 Tage zu Hause, und bis sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben. | BZgA infektionsschutz.de, gesund.bund.de |
| Frankreich (Assurance Maladie) | Nicht veröffentlicht | Es ist keine Ausschlussfrist veröffentlicht. Die Symptome dauern meist 5 bis 20 Tage. | Ameli |
| Spanien (Sanidad / Canal Salut) | Nicht veröffentlicht | Es gibt keine Pflicht, zu Hause zu bleiben. | ASPCAT |
| Italien (ISS) | Nicht veröffentlicht | Es ist keine Ausschlussfrist veröffentlicht. Die Symptome dauern meist 7 bis 14 Tage. | EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità |
| Niederlande (RIVM) | Nicht veröffentlicht | Nicht veröffentlicht | Thuisarts.nl |
Ansteckung zu Hause verhindern
Weil Erkältungsviren über Tröpfchen und Hände wandern, schützen dieselben Maßnahmen wie bei Grippe und RSV. gesund.bund.de und die BZgA empfehlen:
- Hände: Häufiges Händewaschen mit normaler Seife verringert laut gesund.bund.de das Ansteckungsrisiko; sich nicht ins Gesicht fassen, weil die Viren von den Händen leicht an Nase oder Mund gelangen.
- Husten und Niesen: in ein Taschentuch oder die Armbeuge, von anderen abwenden (BZgA); benutzte Taschentücher sofort entsorgen.
- Lüften: regelmäßiges Stoßlüften in geschlossenen Räumen senkt laut BZgA das Übertragungsrisiko.
- Mund-Nasen-Schutz: Erkrankte sollten ihn laut BZgA zum Fremdschutz tragen, vor allem bei unvermeidbarem Kontakt zu Risikogruppen.
- Oberflächen: Erreger überleben laut NHS auf Händen und Oberflächen 24 Stunden – Türklinken, Handys und Tastaturen in der Krankheitswoche öfter reinigen.
- Abstand zu Risikogruppen: Säuglinge, Ältere, Menschen mit Vorerkrankung oder Immunschwäche und Schwangere (BZgA) in den ersten Tagen meiden.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Erkältung?
In der Regel klingt sie laut gesund.bund.de nach etwa ein bis zwei Wochen von selbst ab. Der Husten bleibt länger: bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage, bei Kindern mitunter drei Wochen. Ameli nennt 5 bis 20 Tage Symptomdauer, das ISS 7 bis 14 Tage. Bessern sich die Beschwerden nach 10 Tagen nicht oder werden sie schlimmer, lassen Sie sich ärztlich beraten.
Wie lange ist eine Erkältung ansteckend?
Die deutschen Behörden – RKI, BZgA, gesund.bund.de – veröffentlichen dafür keine Zahl. Der britische NHS sagt: ansteckend, bis alle Symptome verschwunden sind, was meist 1 bis 2 Wochen dauert. Die BZgA empfiehlt für alle Atemwegsinfekte, drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung zu Hause zu bleiben. Für den Alltag sind das die beiden Richtwerte: fünf Tage Rückzug, zwei Wochen Vorsicht.
Ist eine Erkältung schon vor den Symptomen ansteckend?
Der NHS sagt, man kann eine Erkältung von einigen Tagen vor Beginn der Symptome bis zu deren Ende weitergeben – eine genaue Zahl nennt er nicht. Keine deutsche Behörde macht dazu eine Angabe. Das ISS in Italien gibt für Erkältungsviren eine Inkubationszeit von 2 bis 3 Tagen an. Wer in der Erkältungszeit Kontakt zu einem Erkälteten hatte, sollte in den nächsten Tagen besonders auf Händewaschen achten.
Wie lange dauert der Husten nach einer Erkältung?
Länger als die Erkältung selbst. Laut gesund.bund.de dauert es bei Erwachsenen im Schnitt 18 Tage, bis der Husten komplett ausgestanden ist; bei Kindern kann er mitunter drei Wochen anhalten. Ob Sie mit dem Resthusten noch ansteckend sind, sagt keine deutsche Quelle. Hält der Husten länger als 3 Wochen an, sollten Sie ihn ärztlich abklären lassen.
Wann darf ich mit einer Erkältung wieder arbeiten?
Es gibt keine gesetzliche Frist. Die BZgA empfiehlt, nach Möglichkeit drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Beschwerden zu Hause zu bleiben. Wer mit Resthusten zurückgeht, sollte laut BZgA einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn Kontakt zu Risikogruppen nicht vermeidbar ist. Der NHS sagt: zu Hause bleiben, solange Sie Fieber haben oder sich nicht fit für den Alltag fühlen.
Darf mein Kind mit Schnupfen in die Kita?
Die Erkältung steht nicht im § 34 Infektionsschutzgesetz; ein Besuchsverbot gibt es nicht. Die BZgA-Empfehlung von drei bis fünf Tagen gilt auch für Kinder. Katalonien sagt ausdrücklich, dass ein leichter Atemwegsinfekt in der Regel kein Zuhausebleiben erfordert. Ein fieberfreies Kind, das gut isst und spielt, kann nach der Besserung in die Kita – ob die Einrichtung strengere Regeln hat, klären Sie dort.
Helfen Antibiotika bei einer Erkältung?
Nein. Erkältungen werden laut gesund.bund.de in der Regel durch Viren ausgelöst; Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und eignen sich normalerweise nicht zur Behandlung. Der NHS sagt, sie lindern weder die Symptome noch beschleunigen sie die Genesung. Ein Antibiotikum macht Sie deshalb auch nicht schneller unansteckend.
Bin ich noch ansteckend, wenn ich nur noch huste?
Dazu veröffentlicht keine deutsche Behörde eine Aussage, und wir erfinden keine. Fest steht: Der lange Husten gehört laut gesund.bund.de zum normalen Verlauf, und die BZgA knüpft die Rückkehr an drei bis fünf Tage und deutliche Besserung, nicht an das Ende des Hustens. Der NHS dagegen rechnet die Ansteckung bis zum Verschwinden aller Symptome. Bei Resthusten in Gegenwart von Risikogruppen: Maske.
Erkältung oder Grippe – wie unterscheide ich das?
Eine Grippe verursacht laut gesund.bund.de häufiger stärkere Beschwerden wie hohes Fieber, Schüttelfrost sowie Muskel- und Gliederschmerzen; eine Erkältung ist in der Regel harmlos und verschwindet von selbst. Sicher unterscheiden lässt sich das nur mit einem Test – der sich vor allem dann lohnt, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und eine frühe antivirale Behandlung in Frage kommt.
Wie oft erkälten sich Kinder – und sind sie länger ansteckend?
Kinder in Schule, Kindergarten oder Hort bekommen laut gesund.bund.de nicht selten 6 bis 8 Erkältungen im Jahr; ihr Husten kann mitunter drei Wochen anhalten. Ob sie länger ansteckend sind, beziffert keine deutsche Behörde. Der NHS hält fest, dass die Symptome bei kleinen Kindern länger dauern können – und da er die Ansteckung an die Symptome bindet, verlängert sich damit auch die ansteckende Zeit.
Wann sollte ich mit einer Erkältung zur Ärztin oder zum Arzt?
gesund.bund.de rät bei hohem Fieber, starken oder zunehmenden Beschwerden, Schmerzen in der Brust, Luftnot oder Atemproblemen zu ärztlichem Rat. Dazu kommen: Fieber über 3 Tage, keine Besserung nach 10 Tagen, Husten über 3 Wochen sowie chronische Erkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem. Bei schwerer Atemnot wählen Sie den Notruf 112.
Wie schütze ich ein Neugeborenes oder die Großeltern vor meiner Erkältung?
Säuglinge, Ältere, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankung oder Immunschwäche gehören laut BZgA zu den Gruppen, zu denen Erkrankte den Kontakt vermeiden sollen. Halten Sie in den ersten drei bis fünf Tagen Abstand, tragen Sie bei unvermeidbarem Kontakt einen Mund-Nasen-Schutz und waschen Sie sich vorher die Hände mit Seife – die Viren gelangen laut gesund.bund.de von den Händen leicht an Nase und Mund.
Mobi Doctor verbindet Sie per Video mit zugelassenen, in der EU registrierten Ärztinnen und Ärzten, meist innerhalb von 15 Minuten, täglich 7–23 Uhr MEZ.
Gehen Sie zum Arzt, wenn
- Fieber hält länger als 3 Tage an
- Ihre Symptome verschlimmern sich oder sind nach 10 Tagen nicht besser
- Sie sind kurzatmig oder haben Brustschmerzen
- ein Husten dauert länger als 3 Wochen
- Sie haben eine chronische Erkrankung oder ein geschwächtes Immunsystem
Im Notfall die 112 anrufen. Dieses Tool ist nicht für Notfälle.
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Erstellt von der medizinischen Redaktion von Mobi Doctor. Jede Zahl auf dieser Seite ist auf eine datierte offizielle Quelle zurückgeführt, aufgelistet unter Quellen. Die sechs nationalen Empfehlungen werden getrennt gehalten: Wo eine Behörde nichts veröffentlicht, sagt die Seite das, statt die Zahl eines Nachbarlandes zu übernehmen. Jede Zahl wurde vor der Veröffentlichung unabhängig an ihrer Quelle geprüft.
Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhD.
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Quellen
- Atemwegsinfektionen — BZgA infektionsschutz.de (Stand 17.03.2025)
- Erkaeltung — gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (Stand 28.11.2024)
- Common cold — NHS (Stand 22.03.2024)
- Rhinopharyngite : symptomes — Ameli (Assurance Maladie) (Stand 20.12.2024)
- Exclusio escolar — ASPCAT (Generalitat de Catalunya) (Stand 03.12.2025)
- Virus parainfluenzali e agenti del raffreddore — EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità (Stand 21.09.2026)
- Ik ben verkouden — Thuisarts.nl (Stand 20.02.2026)
- Erkältung — gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (Stand 28.11.2024)
- Erregersteckbrief Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19 — BZgA infektionsschutz.de (Stand 01.05.2025)
- Empfehlungen für die Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 34 IfSG — Robert Koch-Institut (Epidemiologisches Bulletin 1/2023) (Stand 05.01.2023)
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Dieses Tool gibt allgemeine Informationen auf Basis veröffentlichter Empfehlungen. Es stellt keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche Beratung. Sie wählen die Krankheit selbst aus; wir ermitteln nicht, was Sie haben.
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