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Auf Grundlage der Empfehlungen von Deutschland (RKI)

Magen-Darm-Grippe: Wie lange ist Norovirus ansteckend?

Bei einer Magen-Darm-Grippe durch Noroviren sind Sie laut Robert Koch-Institut während der akuten Erkrankung hoch ansteckend – und noch mindestens 48 Stunden, nachdem Erbrechen und Durchfall aufgehört haben.

Ansteckend bisNicht veröffentlichtDeutschland (RKI) veröffentlicht für Norovirus keinen Ansteckungszeitraum, deshalb zeigt diese Seite nur die veröffentlichten Regeln.
Zurück zu Arbeit oder SchuleNicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.

Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhDZahlen am 22.09.2026 an den Quellen geprüftSeite aktualisiert am 24.09.2026

Auf dieser SeiteIhre Daten berechnenDas WichtigsteTag für TagAnsteckend, bevor es losgeht?Wann ist Magen-Darm am ansteckendsten? In der akuten PhaseWie lange ist Magen-Darm ansteckend – 48 Stunden oder zwei Wochen?Brauche ich einen Test – und was sagt er?Behandlung: Nichts verkürzt die Ansteckung – aber Flüssigkeit zähltZurück in Kita, Schule oder Arbeit: die Regeln in DeutschlandAlltagssituationen: Baby, Großeltern, gemeinsames Bad, Kochen für andereKleinkinder, ältere Menschen und geschwächtes ImmunsystemWarum die Behörden bei Noroviren unterschiedliche Fristen nennenAnsteckung zu Hause verhindern: Hände, Toilette, 60-Grad-WäscheWas die Empfehlungen in sechs Ländern sagenHäufige FragenGehen Sie zum Arzt, wennÜber diese SeiteQuellenWeitere Krankheiten

Das Wichtigste

  • Deutschland (RKI) veröffentlicht für Norovirus keinen Ansteckungszeitraum, deshalb zeigt diese Seite nur die veröffentlichten Regeln.
  • Inkubation: Symptome treten 6–50 Stunden nach der Ansteckung auf.
  • Zurück zu Arbeit oder Schule: Nicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.

Danach wird das Virus meist noch 7 bis 14 Tage über den Stuhl ausgeschieden, in Ausnahmefällen über Wochen. Gründliches Händewaschen mit Seife bleibt deshalb lange wichtig.

„Magen-Darm – wie lange ansteckend?“ ist eine Frage, die sich in Deutschland jeden Winter viele stellen, und die Antwort hat zwei Teile: die kurze, heftige Phase, in der Sie andere sehr leicht anstecken, und die lange Phase danach, in der das Virus noch da ist, sich aber mit Hygiene in Schach halten lässt. Diese Seite trennt beide sauber, mit den Zahlen von RKI, BZgA (infektionsschutz.de) und gesund.bund.de.

Für Kinder unter sechs Jahren und für Menschen, die beruflich mit Lebensmitteln zu tun haben, gibt es in Deutschland gesetzliche Regeln nach dem Infektionsschutzgesetz. Für alle anderen gilt eine klare Empfehlung. Beides finden Sie hier – und den Vergleich mit den Nachbarländern, die die Grenze teils anders ziehen.

Tag für Tag

Deutschland (RKI) veröffentlicht für Norovirus keinen tageweisen Ansteckungszeitraum; die Regel zählt stattdessen ab dem letzten Erbrechen oder Durchfall.

TagWas passiert
0Letztes Erbrechen oder letzter Durchfall. Hier beginnt die Zählung, nicht beim ersten Symptom.
2Rückkehr erlaubt, sofern dazwischen kein Erbrechen und kein Durchfall mehr aufgetreten ist. Nicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.

Ansteckend, bevor es losgeht?

Die Inkubationszeit ist bei Noroviren kurz: laut RKI etwa 6 bis 50 Stunden, laut BZgA und gesund.bund.de zwischen 6 Stunden und 2 Tagen. Wer abends mit einem Erkrankten am Tisch saß, kann also schon am nächsten Morgen selbst erbrechen.

Ob Infizierte schon vor den ersten Symptomen andere anstecken, beziffert keine deutsche Behörde. Das RKI nennt die akute Erkrankung als Phase hoher Ansteckungsfähigkeit; die BZgA schreibt, Betroffene sind mit dem Auftreten der Krankheitszeichen hoch ansteckend. Eine Zahl für die Zeit davor gibt es nicht, und wir erfinden keine.

Praktisch spielt die Frage eine kleinere Rolle als bei Grippe oder Corona: Das erste Symptom ist bei Noroviren oft das schwallartige Erbrechen – und genau dabei entstehen laut RKI die virushaltigen Tröpfchen, die andere im selben Raum anstecken. Die ansteckende Phase beginnt also mit dem ersten Symptom – und zwar gleich mit voller Wucht.

Wann ist Magen-Darm am ansteckendsten? In der akuten Phase

Das RKI benennt keinen einzelnen Tag als Höhepunkt, sondern eine Phase: Während der akuten Erkrankung sind Erkrankte hoch ansteckend. Als kritischen Zeitraum definiert das RKI die Zeit mit Symptomen plus die ersten 48 Stunden, nachdem sie aufgehört haben. Die BZgA ergänzt: Bis etwa 48 Stunden nach Abklingen der Beschwerden werden noch relativ viele Erreger mit dem Stuhl ausgeschieden.

Warum die akute Phase so gefährlich ist, erklären die Zahlen zur Infektionsdosis: Laut RKI und gesund.bund.de reichen schätzungsweise 10 bis 100 Viruspartikel, um jemanden anzustecken. Übertragen wird fäkal-oral – etwa über Handkontakt mit verunreinigten Flächen – oder durch das Verschlucken virushaltiger Tröpfchen, die beim schwallartigen Erbrechen entstehen. Die Erreger haften laut BZgA auch an Türgriffen, Handläufen und Armaturen.

Die akute Phase ist zum Glück kurz: Die Beschwerden bestehen laut RKI bei Menschen ohne Grunderkrankungen etwa 12 bis 48 Stunden; die BZgA und gesund.bund.de sagen, sie klingen meist nach ein bis zwei Tagen vollständig ab. Leichtere und symptomlose Verläufe sind laut RKI möglich.

Wie lange ist Magen-Darm ansteckend – 48 Stunden oder zwei Wochen?

Beides stimmt – es sind zwei verschiedene Dinge. Die Ansteckungsfähigkeit im engeren Sinn endet nach der RKI-Definition 48 Stunden nach dem Ende der Symptome; das ist die Grenze, an die Deutschland alle Regeln knüpft. Die Ausscheidung des Virus dauert länger: laut RKI in der Regel noch 7 bis 14 Tage nach der akuten Erkrankung über den Stuhl, in Ausnahmefällen über Wochen. gesund.bund.de und die BZgA nennen dieselben Zeiträume.

Für Sie heißt das: Ab 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen oder Durchfall können Sie wieder unter Menschen, arbeiten und Ihr Kind in die Kita bringen. In den zwei Wochen danach entscheidet Ihre Händehygiene darüber, ob Sie das Virus weitergeben. Deshalb raten BZgA und gesund.bund.de, wenn möglich bis zu 2 Tage nach der Genesung eine eigene Toilette zu benutzen, und das RKI verlangt von Beschäftigten in Lebensmittelberufen in den folgenden 4 bis 6 Wochen besonders sorgfältige Händehygiene am Arbeitsplatz.

Der Rechner auf dieser Seite zählt ab dem letzten Symptom 2 Tage. Wenn Sie nach dem Erbrechen noch einen Tag Durchfall hatten, beginnt die Frist erst danach.

Brauche ich einen Test – und was sagt er?

Für die Frage, wie lange Sie ansteckend sind, brauchen Sie keinen Test. Die 48-Stunden-Regel gilt in Deutschland für jeden Magen-Darm-Infekt mit ansteckendem Erbrechen oder Durchfall, unabhängig davon, ob ein Erreger nachgewiesen wurde. Keine deutsche Behörde verlangt einen negativen Test für die Rückkehr in Kita, Schule oder Arbeit.

Wenn getestet wird, dann aus einer Stuhlprobe: Das RKI nennt die RT-PCR aus dem Stuhl als sichersten Nachweis; Antigen-Tests reichen laut RKI derzeit als alleinige Grundlage nicht aus. Einen Test auf Noroviren hält das RKI bei Patienten mit Durchfall für angezeigt, sofern keine andere Ursache bekannt ist – in der Praxis vor allem bei Ausbrüchen, in Kliniken und Heimen.

Und ein positiver Test nach der Genesung? Weil das Virus laut RKI noch 7 bis 14 Tage ausgeschieden wird, kann ein Stuhltest nach der Genesung noch anschlagen. Die Rückkehr bleibt in Deutschland trotzdem an die 48 Stunden gekoppelt, nicht an das Testergebnis.

Behandlung: Nichts verkürzt die Ansteckung – aber Flüssigkeit zählt

Ein Medikament gegen das Virus selbst gibt es laut RKI nicht; gesund.bund.de formuliert es so: Es gibt keine Medikamente, die direkt gegen das Norovirus wirken. Behandelt werden die Beschwerden, vor allem durch den Ausgleich des zum Teil erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts. Kein Medikament macht Sie schneller unansteckend; die 48 Stunden laufen unabhängig davon.

Der Flüssigkeitsverlust ist die eigentliche Gefahr, nicht das Virus. Kinder unter 5 Jahren und ältere Menschen über 70 reagieren laut gesund.bund.de besonders empfindlich darauf. Vor allem Kleinkinder, Schwangere, Ältere und geschwächte Menschen sollten laut BZgA und gesund.bund.de ärztlich behandelt werden.

Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn Sie keine Flüssigkeit bei sich behalten können, wenn Anzeichen von Austrocknung trotz Elektrolytlösung nicht besser werden, wenn Blut im Stuhl ist oder wenn der Durchfall länger als 7 Tage oder das Erbrechen länger als 2 Tage dauert. Bei Bluterbrechen, plötzlichen starken Bauchschmerzen oder Nackensteife mit Lichtempfindlichkeit wählen Sie den Notruf 112.

Zurück in Kita, Schule oder Arbeit: die Regeln in Deutschland

Deutschland ist bei Magen-Darm-Infekten strenger als bei jeder Atemwegserkrankung, weil das Infektionsschutzgesetz greift. Nach § 34 IfSG dürfen Kinder unter 6 Jahren mit ansteckendem Erbrechen oder Durchfall – oder dem Verdacht darauf – Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita, Kindergarten oder Hort vorübergehend nicht besuchen. Die Wiederzulassung ist laut RKI 48 Stunden nach dem Abklingen der Symptome möglich; BZgA und gesund.bund.de nennen dieselben 2 Tage. Ein schriftliches ärztliches Attest ist laut BZgA nicht erforderlich.

Für Lebensmittelberufe gilt § 42 IfSG: Erkrankte dürfen dort nicht arbeiten; die Arbeit sollte laut RKI frühestens 2 Tage nach dem Abklingen der Symptome wieder aufgenommen werden, danach gelten 4 bis 6 Wochen besonders sorgfältige Händehygiene. Medizinisches und Pflegepersonal sollte laut RKI schon bei leichten Magen-Darm-Beschwerden freigestellt werden und frühestens 2 Tage nach Ende der Symptome zurückkehren.

Für alle anderen Erwachsenen und für Schulkinder ab 6 Jahren gibt es keine gesetzliche Frist, aber dieselbe Logik: Das RKI definiert den kritischen Zeitraum als Symptome plus 48 Stunden. Zwei Tage nach dem letzten Symptom ist der vernünftige Zeitpunkt für die Rückkehr. Der britische NHS sagt genau dasselbe: 2 Tage nach dem Ende der Symptome, für alle. Die Niederlande verlangen nur von Beschäftigten in Lebensmittel- und Pflegeberufen einen Tag Abstand und halten einen Schulausschluss bei Ausbrüchen für nicht gerechtfertigt. Italien verlangt in Lebensmittelberufen 3 Tage, Frankreich veröffentlicht keine Regel.

Alltagssituationen: Baby, Großeltern, gemeinsames Bad, Kochen für andere

Bei Noroviren geht es zu Hause weniger um die Luft als um Toilette, Hände und Küche.

  • Neugeborenes oder Großeltern im Haus: Kinder unter 5 und Menschen über 70 trifft es laut BZgA besonders häufig, und sie vertragen den Flüssigkeitsverlust am schlechtesten. Halten Sie in der akuten Phase und 48 Stunden danach Abstand, überlassen Sie das Wickeln, wenn möglich, jemand anderem, und waschen Sie sich vor jedem Kontakt die Hände mit Seife.
  • Ein Bad für alle: Benutzen Sie, wenn möglich, bis zu 2 Tage nach der Genesung eine eigene Toilette (BZgA, gesund.bund.de). Geht das nicht, reinigen Sie Toilette, Waschbecken, Armaturen und Türgriffe nach jeder Benutzung, und jeder benutzt nur eigene Handtücher.
  • Bett teilen: Erbrechen im Schlafzimmer verteilt laut RKI virushaltige Tröpfchen. In der akuten Nacht getrennt schlafen, Bettwäsche danach bei mindestens 60 Grad waschen (BZgA).
  • Kochen für die Familie oder Gäste: Übertragen Sie die Regel für Lebensmittelberufe auf Ihre Küche – frühestens 2 Tage nach dem letzten Symptom wieder für andere kochen, danach wochenlang penibel Hände waschen.
  • Fitnessstudio, Flug, Familienessen: nicht vor Ablauf der 48 Stunden nach dem letzten Symptom. Unterwegs zählt danach vor allem das Händewaschen vor dem Essen.
  • Besuch im Pflegeheim: Noroviren breiten sich laut gesund.bund.de sehr rasch in Altenheimen und Krankenhäusern aus. Warten Sie die 48 Stunden ab, lieber länger, und waschen Sie sich beim Besuch gründlich die Hände.

Kleinkinder, ältere Menschen und geschwächtes Immunsystem

Ob Menschen mit geschwächtem Immunsystem Noroviren länger ausscheiden, sagt der RKI-Ratgeber nicht ausdrücklich; er hält nur fest, dass die Ausscheidung in Ausnahmefällen über Wochen andauern kann. Wer immunsupprimiert ist und einen Magen-Darm-Infekt hatte, sollte die Dauer der Hygienemaßnahmen mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprechen.

Für Kinder gilt die strengste Regel des Landes: Unter 6 Jahren greift § 34 IfSG mit den 48 Stunden Wartezeit vor der Kita. Zugleich sind Kinder unter 5 Jahren laut BZgA und gesund.bund.de die Gruppe, die am häufigsten erkrankt und den Flüssigkeitsverlust am schlechtesten verträgt. Ein Baby unter 12 Monaten, das nicht mehr trinkt, gehört in ärztliche Hände.

Ältere Menschen über 70 nennt die BZgA als zweite Gruppe, die es besonders häufig trifft. Hier ist nicht die Ansteckungsdauer das Problem, sondern die Austrocknung – und die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus in Einrichtungen ausbreitet.

Warum die Behörden bei Noroviren unterschiedliche Fristen nennen

Alle Behörden sind sich einig, dass das Virus nach der Genesung noch wochenlang ausgeschieden wird. Uneinig sind sie, welchen Teil davon eine Regel abdecken soll. Deutschland und Großbritannien nehmen die 48 Stunden, in denen laut BZgA noch relativ viele Erreger ausgeschieden werden, und wenden sie auf alle an – Deutschland zusätzlich per Gesetz für Kinder unter 6 und Lebensmittelberufe. Italien setzt für Lebensmittelberufe 3 Tage an, weil das Virus laut ISS mindestens 72 Stunden im Stuhl bleibt.

Die Niederlande ziehen den anderen Schluss: Weil die Ausscheidung ohnehin lange dauert und die Übertragung bei einem Ausbruch meist schon stattgefunden hat, verlangt das RIVM nur von Beschäftigten in Lebensmittel- und Pflegeberufen einen symptomfreien Tag und hält einen Schulausschluss für nicht gerechtfertigt. Frankreich (Ameli) nennt nur die Inkubationszeit von 24 bis 72 Stunden und keine Regel; für Spanien konnten wir keine offizielle Angabe finden.

Auch die Inkubationszeiten streuen: RKI 6 bis 50 Stunden, RIVM 8 bis 60 Stunden (typisch 30), ISS 12 bis 48, Ameli 24 bis 72. Dahinter stehen verschiedene Studien, keine Widersprüche. Für Sie in Deutschland ist die Lage einfach: 48 Stunden nach dem letzten Symptom, und danach zwei Wochen Händewaschen.

Was die Empfehlungen in sechs Ländern sagen

Dieselbe Krankheit, sechs offizielle Positionen. Wo ein Land nichts veröffentlicht, steht das in der Tabelle, statt die Zahl des Nachbarn zu übernehmen.

EmpfehlungAnsteckend bisZurück zu Arbeit oder SchuleQuelle
UK & USA (NHS / CDC)Nicht veröffentlichtNicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.NHS
Deutschland (RKI)Nicht veröffentlichtNicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.Robert Koch-Institut
Frankreich (Assurance Maladie)Nicht veröffentlichtNicht veröffentlichtAmeli
Spanien (Sanidad / Canal Salut)Nicht veröffentlichtNicht zur Arbeit, Schule oder Kita, und keine Besuche im Krankenhaus oder Pflegeheim, bis 2 volle Tage ohne Erbrechen und Durchfall vergangen sind.Canal Salut
Italien (ISS)Nicht veröffentlichtWenn Sie mit Lebensmitteln arbeiten: frühestens 3 Tage nach Abklingen der Symptome wieder arbeiten.EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità
Niederlande (RIVM)Nicht veröffentlichtWenn Sie mit Lebensmitteln oder in der Pflege arbeiten: erst 1 Tag nach Abklingen der Symptome wieder arbeiten, mit strenger Händehygiene.RIVM

Ansteckung zu Hause verhindern: Hände, Toilette, 60-Grad-Wäsche

Bei Noroviren entscheidet die Hygiene im Haushalt, ob aus einem Erkrankten fünf werden. Die deutschen Behörden empfehlen:

  • Hände: immer sorgfältig mit Wasser und Seife waschen, besonders nach jedem Toilettengang und vor dem Essen (BZgA). Wer Desinfektionsmittel einsetzt, braucht laut RKI und gesund.bund.de ein Präparat mit dem Wirkbereich „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ – normale Mittel gegen behüllte Viren reichen nicht.
  • Erbrochenes und Stuhl: sofort beseitigen, am besten mit Einmaltüchern, die in den Hausmüll kommen; Einmalhandschuhe bieten zusätzlichen Schutz (BZgA). Reste sind laut gesund.bund.de sehr ansteckend.
  • Flächen: Waschbecken, Türgriffe, Armaturen und Böden im Umfeld des Erkrankten regelmäßig reinigen (BZgA); Wasser und gängige Reinigungsmittel reichen laut gesund.bund.de in der Regel aus; zur Desinfektion eignen sich geprüfte Präparate mit „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“.
  • Wäsche: Kleidung, Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher häufig wechseln und mit Vollwaschmittel bei mindestens 60 Grad waschen (BZgA, gesund.bund.de).
  • Toilette und Handtücher: wenn möglich bis zu 2 Tage nach der Genesung eine eigene Toilette, ausschließlich eigene Hygieneartikel und Handtücher (BZgA).
  • Geschirr: kann laut RKI in der Regel wie üblich in der Maschine gereinigt werden.
  • Lebensmittel: Rohe Lebensmittel wie Salate, Obst, tiefgekühlte Beeren, Krabben oder Muscheln können laut BZgA mit Noroviren belastet sein – der Erkrankte kocht in den zwei Tagen nach der Genesung nicht für andere.

Häufige Fragen

Magen-Darm – wie lange ist man ansteckend?

Während der akuten Erkrankung hoch ansteckend und noch mindestens 48 Stunden, nachdem Erbrechen und Durchfall aufgehört haben – so das RKI; BZgA und gesund.bund.de nennen dieselben 2 Tage. Danach wird das Virus meist noch 7 bis 14 Tage über den Stuhl ausgeschieden, in Ausnahmefällen über Wochen. In dieser Zeit schützt gründliches Händewaschen mit Seife die anderen.

Wie lange dauert Magen-Darm?

Kurz, aber heftig: Die Beschwerden bestehen laut RKI bei Menschen ohne Grunderkrankungen etwa 12 bis 48 Stunden; BZgA und gesund.bund.de sagen, sie klingen meist nach ein bis zwei Tagen vollständig ab. Dauert der Durchfall länger als 7 Tage oder das Erbrechen länger als 2 Tage, oder können Sie keine Flüssigkeit bei sich behalten, holen Sie ärztlichen Rat ein.

Wie lange ist Norovirus ansteckend, wenn die Symptome weg sind?

Im engeren Sinn 48 Stunden: Das RKI definiert den kritischen Zeitraum als symptomatische Phase plus die ersten 48 Stunden danach, und die BZgA schreibt, bis etwa 48 Stunden nach Abklingen werden noch relativ viele Erreger ausgeschieden. Die Virusausscheidung im Stuhl hält laut RKI aber meist 7 bis 14 Tage an – deshalb bleibt Händehygiene nach dem Infekt so wichtig.

Ab wann darf mein Kind nach Magen-Darm wieder in die Kita?

Kinder unter 6 Jahren dürfen nach § 34 Infektionsschutzgesetz mit ansteckendem Erbrechen oder Durchfall Kita, Kindergarten oder Hort nicht besuchen. Laut RKI ist die Wiederzulassung 48 Stunden nach Abklingen der Symptome möglich; BZgA und gesund.bund.de nennen dieselben 2 Tage. Die Frist beginnt nach dem letzten Symptom, also nach dem letzten Durchfall, nicht nach dem letzten Erbrechen.

Brauche ich ein Attest für die Kita oder Schule?

Nein. Die BZgA schreibt ausdrücklich, dass bei Noroviren kein schriftliches ärztliches Attest erforderlich ist; das RKI hält im Epidemiologischen Bulletin fest, dass § 34 IfSG keine schriftliche Bescheinigung über das ärztliche Urteil fordert, eine solche aber zur Absicherung aller Beteiligten zweckmäßig sein kann. Ob Ihre Einrichtung trotzdem eine verlangt, regelt sie selbst.

Wann darf ich nach Norovirus wieder arbeiten?

Frühestens 2 Tage nach dem Abklingen der Symptome, wenn Sie in einem Lebensmittelberuf nach § 42 IfSG arbeiten – so das RKI, das für die folgenden 4 bis 6 Wochen besonders sorgfältige Händehygiene verlangt. Dieselben 2 Tage empfiehlt das RKI für Beschäftigte in Medizin und Pflege. Für alle anderen gibt es keine Frist, aber die gleiche Logik: 48 Stunden nach dem letzten Symptom.

Wie lange ist Norovirus im Stuhl nachweisbar?

In der Regel noch 7 bis 14 Tage nach der akuten Erkrankung, in Ausnahmefällen über Wochen, sagt das RKI; gesund.bund.de und die BZgA nennen dieselben Zeiträume. Ein positiver Stuhltest nach der Genesung ist deshalb zu erwarten und ändert nichts an der 48-Stunden-Regel. Die Rückkehr wird in Deutschland an die Symptome geknüpft, nicht an einen Test.

Wie steckt man sich mit Noroviren an?

Fäkal-oral, etwa über Handkontakt mit verunreinigten Flächen, oder über virushaltige Tröpfchen, die beim schwallartigen Erbrechen entstehen – so das RKI. Schon 10 bis 100 Viruspartikel reichen laut RKI und gesund.bund.de für eine Ansteckung. Die Erreger haften laut BZgA an Türgriffen, Handläufen und Armaturen, und rohe Lebensmittel wie Salate, Beeren oder Muscheln können belastet sein.

Ist Magen-Darm schon vor den Symptomen ansteckend?

Dafür veröffentlicht keine deutsche Behörde eine Zahl. RKI und BZgA beschreiben die akute Erkrankung ab dem Auftreten der Krankheitszeichen als hoch ansteckend. Weil das erste Symptom oft das Erbrechen selbst ist und dabei laut RKI ansteckende Tröpfchen entstehen, beginnt die gefährliche Phase in der Praxis mit dem ersten Symptom – und die Inkubationszeit von 6 bis 50 Stunden lässt wenig Vorwarnzeit.

Welches Desinfektionsmittel hilft gegen Noroviren?

Nur Präparate, auf denen der Wirkbereich „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ vermerkt ist, so RKI und gesund.bund.de; Mittel, die nur gegen behüllte Viren wirken, reichen nicht. Zu Hause genügt für Flächen laut gesund.bund.de meist Wasser mit gängigen Reinigungsmitteln. Wäsche, Handtücher und Bettwäsche gehören laut BZgA und gesund.bund.de bei mindestens 60 Grad in die Maschine.

Wie schütze ich Baby und Großeltern vor Magen-Darm?

Kinder unter 5 und Menschen über 70 erkranken laut BZgA besonders häufig und vertragen den Flüssigkeitsverlust am schlechtesten. Halten Sie den Erkrankten in der akuten Phase und 48 Stunden danach von ihnen fern, geben Sie ihm eine eigene Toilette und eigene Handtücher (BZgA), und waschen Sie sich vor jedem Kontakt mit Seife die Hände. Vor allem Kleinkinder, Schwangere und Ältere sollten bei Erkrankung ärztlich behandelt werden.

Muss ich mich bei Magen-Darm testen lassen?

In der Regel nicht. Die 48-Stunden-Regel gilt für jeden ansteckenden Magen-Darm-Infekt, unabhängig vom Erreger. Das RKI sieht eine Norovirus-Diagnostik bei Patienten mit Durchfall vor, wenn keine andere Ursache bekannt ist, und nennt die RT-PCR aus dem Stuhl als sichersten Nachweis. Wichtig wird das bei Ausbrüchen, in Kliniken und Heimen – nicht für die Frage, wann Sie wieder arbeiten dürfen.

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Gehen Sie zum Arzt, wenn

  • Sie können keine Flüssigkeit bei sich behalten
  • Anzeichen von Austrocknung bessern sich trotz Elektrolytlösung nicht
  • Durchfall dauert länger als 7 Tage oder Erbrechen länger als 2 Tage
  • Blut im Stuhl oder Blutungen aus dem After
  • Sie sorgen sich um ein Baby unter 12 Monaten oder ein Kind trinkt nicht mehr

Im Notfall die 112 anrufen. Dieses Tool ist nicht für Notfälle.

  • Bluterbrechen oder kaffeesatzartiges Erbrochenes
  • grünes Erbrochenes bei Erwachsenen, gelbgrün bis grün bei Kindern
  • plötzliche starke Kopfschmerzen oder Nackensteife mit Lichtempfindlichkeit
  • plötzliche, starke Bauchschmerzen

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Erstellt von der medizinischen Redaktion von Mobi Doctor. Jede Zahl auf dieser Seite ist auf eine datierte offizielle Quelle zurückgeführt, aufgelistet unter Quellen. Die sechs nationalen Empfehlungen werden getrennt gehalten: Wo eine Behörde nichts veröffentlicht, sagt die Seite das, statt die Zahl eines Nachbarlandes zu übernehmen. Jede Zahl wurde vor der Veröffentlichung unabhängig an ihrer Quelle geprüft.

Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhD.

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Quellen

  1. RKI-Ratgeber Noroviren — Robert Koch-Institut (Stand 29.11.2019)
  2. Norovirus (vomiting bug) — NHS (Stand 31.12.2024)
  3. Reconnaitre la gastro-enterite — Ameli (Assurance Maladie) (Stand 03.01.2025)
  4. Norovirus — Canal Salut (Generalitat de Catalunya) (Stand 28.10.2025)
  5. Norovirus — EpiCentro / Istituto Superiore di Sanità (Stand 15.02.2018)
  6. Norovirus — RIVM (Stand 08.01.2026)
  7. Erregersteckbrief Noroviren — BZgA infektionsschutz.de (Stand 24.04.2018)
  8. Norovirus-Infektion — gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (Stand 27.06.2025)
  9. Empfehlungen für die Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 34 IfSG — Robert Koch-Institut (Epidemiologisches Bulletin 1/2023) (Stand 05.01.2023)

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