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Auf Grundlage der Empfehlungen von Deutschland (RKI)

Wie lange ist Corona ansteckend?

Bei COVID-19 (Corona) scheiden Erkrankte laut Robert Koch-Institut ab Symptombeginn etwa fünf Tage lang vermehrungsfähige Viren aus.

Ansteckend bisTag 5Nach Symptombeginn. Am ansteckendsten von 3 Tage vor den Symptomen bis Tag 5.
Zurück zu Arbeit oder SchuleBleiben Sie 3 bis 5 Tage zu Hause, und bis sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben.

Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhDZahlen am 22.09.2026 an den Quellen geprüftSeite aktualisiert am 24.09.2026

Auf dieser SeiteIhre Daten berechnenDas WichtigsteTag für TagSchon vor den Symptomen ansteckend?Wann ist Corona am ansteckendsten? Von drei Tagen vor bis fünf Tage nach SymptombeginnWie lange ist Corona ansteckend – fünf Tage, zehn Tage oder elf?Was ein positiver Test sagt – und was nichtAntivirale Medikamente: Für wen – und was sie an der Ansteckung ändernZurück zur Arbeit, in die Schule oder Kita: die Regel in DeutschlandAlltagssituationen: Neugeborenes, Großeltern, Bett, Fitnessstudio, FlugKinder, ältere Menschen und geschwächtes Immunsystem: Wer länger ansteckend bleibtWarum die Behörden bei Corona unterschiedliche Zahlen nennenAnsteckung zu Hause verhindernWas die Empfehlungen in sechs Ländern sagenHäufige FragenGehen Sie zum Arzt, wennÜber diese SeiteQuellenWeitere Krankheiten

Das Wichtigste

  • Inkubation: Symptome treten 1–8 Tage nach der Ansteckung auf.
  • Meist ansteckend bis Tag 5. Virusbestandteile sind noch etwa 11 Tage nachweisbar — das bedeutet aber nicht, dass Sie noch ansteckend sind.
  • Am ansteckendsten von 3 Tage vor den Symptomen bis Tag 5.
  • Zurück zu Arbeit oder Schule: Bleiben Sie 3 bis 5 Tage zu Hause, und bis sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben.
  • Bei geschwächtem Immunsystem: Menschen mit geschwächtem Immunsystem können länger ansteckend sein.

Am ansteckendsten sind Sie von zwei bis drei Tagen vor den ersten Beschwerden bis vier bis fünf Tage danach. Eine feste Isolationsfrist gibt es in Deutschland nicht mehr; die BZgA empfiehlt, 3 bis 5 Tage und bis zur deutlichen Besserung zu Hause zu bleiben.

Die Frage „Wie lange ist Corona ansteckend?“ hat in Deutschland drei offizielle Antworten, die sich ergänzen: Der RKI-Ratgeber liefert die virologischen Zahlen, die BZgA (infektionsschutz.de) die Verhaltensempfehlung, gesund.bund.de eine vorsichtige Obergrenze. Diese Seite legt die drei nebeneinander und erklärt, was ein positiver Test nach einer Woche wirklich bedeutet.

Seit dem Ende der Pandemiemaßnahmen entscheiden Sie selbst, wann Sie wieder unter Menschen gehen. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick: Wann beginnt die Ansteckung, wann ist sie am größten, wann ist sie vorbei – und was ändert sich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Tag für Tag

Zählt man den Tag des Symptombeginns als Tag 0, ergeben sich aus den Zahlen von Deutschland (RKI) diese Tage.

TagWas passiert
0Symptome beginnen. Das ist der Bezugstag für jede Zahl auf dieser Seite.
−3–5Höhepunkt: jetzt stecken Sie andere am ehesten an.
5Für die meisten ist der Ansteckungszeitraum vorbei.

Schon vor den Symptomen ansteckend?

Ja, und zwar deutlich. Das RKI schreibt: Infizierte Personen scheiden vermehrungsfähige Viren schon vor Symptombeginn aus. Einen eigenen Starttag der Ansteckungsfähigkeit nennt der RKI-Ratgeber nicht; er beschreibt stattdessen den Zeitraum der höchsten Infektiosität, und der setzt schon zwei bis drei Tage vor Symptombeginn ein.

gesund.bund.de wird konkreter: Bereits 1 bis 2 Tage vor den ersten Symptomen besteht das Risiko, andere anzustecken. Die BZgA formuliert es so: Infizierte können bereits vor Beginn der Krankheitszeichen ansteckend sein, und das Risiko ist kurz vor und in den fünf Tagen nach Symptombeginn am größten. Das niederländische RIVM geht am weitesten und hält eine Übertragung bis zu 5 Tage vor Symptombeginn für möglich.

Die Inkubationszeit beträgt laut RKI bei den seit 2023 zirkulierenden Omikron-Sublinien im Mittel 3 bis 4 Tage, mit einer Spannweite von 1 bis 8 Tagen. Wer also Kontakt zu einem Erkrankten hatte, weiß meist nach vier Tagen, ob es ihn erwischt hat – und war in den Tagen davor unter Umständen selbst schon ansteckend.

Wann ist Corona am ansteckendsten? Von drei Tagen vor bis fünf Tage nach Symptombeginn

Das RKI grenzt den Zeitraum der höchsten Ansteckung ungewöhnlich genau ein: die zwei bis drei Tage vor Symptombeginn, der Symptombeginn selbst und bis zu vier bis fünf Tage danach. Zusätzlich ist die Infektiosität bei hustenden, singenden oder schreienden Personen höher. Wer diesen Zeitraum kennt, versteht, warum Corona so schwer zu stoppen ist: Ein gutes Drittel davon liegt vor dem ersten Kratzen im Hals.

Die BZgA stimmt damit überein: Das Ansteckungsrisiko ist kurz vor und in den fünf Tagen nach Beginn der Symptome am größten. Das RIVM fasst den Höhepunkt enger: zwei Tage vor bis drei Tage nach Symptombeginn. Alle drei sagen dasselbe in unterschiedlicher Breite: Der Höhepunkt liegt um den Symptombeginn herum, nicht am Ende der Krankheit.

Übertragen wird das Virus laut RKI hauptsächlich durch das Einatmen virushaltiger Partikel – Tröpfchen oder Aerosole –, vor allem über kurze Distanz von etwa 1,5 Metern. In geschlossenen Räumen sind Übertragungen auch über größere Entfernung möglich, weil Aerosole bis zu Stunden in der Luft schweben und infektiös bleiben können. Für eine Übertragung über Oberflächen und Hände gibt es laut RKI deutlich weniger Belege.

Wie lange ist Corona ansteckend – fünf Tage, zehn Tage oder elf?

Drei Zahlen kursieren, und alle drei stammen aus offiziellen deutschen Quellen. Das RKI: Bei der Omikron-Variante werden vermehrungsfähige Viren über einen Zeitraum von etwa fünf Tagen nach Symptombeginn ausgeschieden. Ebenfalls das RKI: Virusbestandteile sind für etwa 11 Tage nach Symptombeginn nachweisbar, zum Beispiel per PCR. Und gesund.bund.de: Die meisten Menschen sind nach 10 Tagen nicht mehr ansteckend.

Der Unterschied ist die Messgröße. Fünf Tage beschreibt, wie lange sich aus Proben lebensfähiges Virus anzüchten lässt – das ist die eigentliche Ansteckungsfähigkeit. Elf Tage beschreibt, wie lange Virusbestandteile nachweisbar bleiben, was laut RKI nicht dasselbe ist. Zehn Tage ist eine vorsichtige Obergrenze für die Mehrheit der Menschen. Der Rechner auf dieser Seite arbeitet mit der RKI-Zahl von fünf Tagen; wer Kontakt zu Risikogruppen hat, orientiert sich besser an zehn.

Symptomatische Personen scheiden das Virus laut RKI länger aus als asymptomatisch Infizierte. Immunsupprimierte und schwer Erkrankte können das Virus über deutlich längere Zeiträume ausscheiden. Die Erkrankung selbst dauert bei den meisten ein bis zwei Wochen. Ein Resthusten oder Erschöpfung danach sind kein Maßstab: Das RKI misst die Ansteckungsfähigkeit an vermehrungsfähigen Viren – etwa fünf Tage –, nicht an Symptomen.

Was ein positiver Test sagt – und was nicht

Ein Schnelltest beantwortet die Frage, ob Sie das Virus haben, nicht, wie lange Sie es weitergeben. Das RKI stuft die PCR als Goldstandard ein. Ein positiver Antigen-Schnelltest hat in Phasen starker Viruszirkulation eine hohe Aussagekraft; ein negativer Schnelltest schließt eine Infektion nicht aus, besonders in der frühen, noch symptomlosen Phase. Die BZgA sagt es für Selbsttests zu Hause genauso: Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion nicht unbedingt aus.

Am Ende der Krankheit gilt das Umgekehrte. Weil Virusbestandteile laut RKI etwa 11 Tage nachweisbar bleiben, vermehrungsfähige Viren aber nur etwa fünf Tage ausgeschieden werden, kann ein Test am achten oder neunten Tag positiv sein, ohne dass Sie noch ansteckend sind. Ein positiver PCR-Test nach einer Woche ist deshalb kein Grund, weitere Tage zu Hause zu bleiben, wenn Sie deutlich besser sind. Keine deutsche Behörde verlangt einen negativen Test für die Rückkehr.

gesund.bund.de empfiehlt, einen positiven Schnelltest per PCR zu bestätigen – das ist vor allem wichtig, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören und eine antivirale Behandlung in Frage kommt. Der britische NHS rechnet seine Rückkehrfrist ab dem Tag des positiven Tests, nicht ab Symptombeginn; das ist ein anderes System, kein Widerspruch.

Antivirale Medikamente: Für wen – und was sie an der Ansteckung ändern

Das RKI empfiehlt, bei Personen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf – etwa bei Immunsuppression, Vorerkrankungen oder im höheren Alter – unabhängig von den Symptomen frühzeitig ärztlich prüfen zu lassen, ob eine antivirale Therapie sinnvoll ist. gesund.bund.de nennt als Wirkstoffe Nirmatrelvir in Kombination mit Ritonavir sowie Remdesivir und betont: Sie müssen so früh wie möglich nach Symptombeginn eingenommen werden, um zu wirken.

Ob diese Mittel die Ansteckungsdauer verkürzen, sagt weder der RKI-Ratgeber noch gesund.bund.de. Wer behandelt wird, hält sich deshalb weiter an die Zeiträume oben: fünf Tage Virusausscheidung, höchste Ansteckung um den Symptombeginn, 3 bis 5 Tage zu Hause und bis zur deutlichen Besserung.

Für alle anderen gilt: Corona wird symptomatisch behandelt. Fiebersenkende Mittel lindern Beschwerden; eine Aussage, dass sie die Ansteckungsdauer verändern, macht keine deutsche Behörde.

Zurück zur Arbeit, in die Schule oder Kita: die Regel in Deutschland

Deutschland hat keine Isolationspflicht und keine Wiederzulassungsregel nach dem Infektionsschutzgesetz mehr: In der RKI-Übersicht der Krankheiten, für die § 34 IfSG ein Besuchsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen vorsieht, ist COVID-19 nicht aufgeführt. Die Empfehlung der BZgA lautet: nach Möglichkeit drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Krankheitszeichen zu Hause bleiben. Dazu: bei akuten Atemwegssymptomen in Innenräumen eine Maske tragen und Kontakt zu Risikogruppen vermeiden.

gesund.bund.de sagt es ohne Tageszahl: zu Hause bleiben, bis sich die Symptome deutlich gebessert haben, und Kontakte meiden, insbesondere zu Personen aus einer Risikogruppe. Für Kita und Schule gilt dieselbe Empfehlung; ob Ihre Einrichtung eine Bescheinigung verlangt, regelt sie selbst.

Die Nachbarländer sind sich einig, dass die Pflicht weg ist – und uneinig über den Rest. Frankreich (Ameli): Eine Isolation ist nicht mehr erforderlich. Italien hat die Isolationspflicht mit einem Rundschreiben vom August 2023 abgeschafft; empfohlen wird, zu Hause zu bleiben, solange Symptome bestehen, in Gesellschaft eine Maske zu tragen und gebrechliche, immungeschwächte und schwangere Personen sowie Krankenhäuser und Pflegeheime zu meiden. Die Niederlande (RIVM) isolieren nur noch auf ärztliche Indikation. Spanien veröffentlicht keine Rückkehrregel. Der britische NHS bittet, 5 Tage nach einem positiven Test zu Hause zu bleiben (3 Tage bei unter 18-Jährigen) und 10 Tage lang gefährdete Menschen zu meiden.

Alltagssituationen: Neugeborenes, Großeltern, Bett, Fitnessstudio, Flug

So lassen sich die RKI-Zeiträume auf typische Alltagssituationen anwenden.

  • Neugeborenes oder Großeltern im Haus: Personen ab etwa 60 Jahren und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen haben laut BZgA ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Bis mindestens Tag fünf getrennte Räume, Maske im gemeinsamen Raum, lüften; wer sich an der gesund.bund.de-Grenze orientiert, hält bis Tag zehn Abstand.
  • Bett und Schlafzimmer teilen: Aerosole schweben laut RKI in geschlossenen Räumen bis zu Stunden in der Luft; ein gemeinsames Schlafzimmer ist damit die ungünstigste Situation. Schlafen Sie in den Tagen um den Symptombeginn getrennt, wenn irgend möglich, und lüften Sie regelmäßig – am effektivsten laut gesund.bund.de durch Querlüften.
  • Fitnessstudio und Sport: frühestens nach den 3 bis 5 Tagen der BZgA und erst, wenn Sie deutlich besser sind.
  • Flug oder Bahnfahrt: In den ersten fünf Tagen sind Sie nach den RKI-Zahlen ansteckend. Lässt sich die Reise nicht verschieben, gilt die BZgA-Empfehlung: bei akuten Atemwegssymptomen in Innenräumen eine Maske tragen – durchgehend.
  • Familienessen: In den ersten fünf Tagen absagen, wenn ältere oder chronisch kranke Angehörige dabei sind. Danach nur, wenn Sie deutlich besser sind – und mit Lüften.
  • Besuch im Pflegeheim: Verschieben Sie ihn auf mindestens Tag zehn. Das ist die Grenze, ab der laut gesund.bund.de die meisten Menschen nicht mehr ansteckend sind, und die Frist, für die der NHS das Meiden gefährdeter Personen empfiehlt. Italien rät Erkrankten ausdrücklich davon ab, Krankenhäuser und Pflegeheime zu besuchen.

Kinder, ältere Menschen und geschwächtes Immunsystem: Wer länger ansteckend bleibt

Immunsupprimierte und schwer Erkrankte können das Virus laut RKI über deutlich längere Zeiträume ausscheiden; gesund.bund.de sagt dasselbe für schwere Verläufe und Abwehrschwäche. Wie viel länger, beziffert keine der beiden Quellen. Wer eine Chemotherapie, eine Organtransplantation oder eine immunsuppressive Behandlung hinter sich hat, sollte die Frage nach der Ansteckungsdauer deshalb mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten klären und nicht mit den Fünf-Tage-Zahlen für Gesunde rechnen.

Für Kinder veröffentlicht das RKI keine eigene Ansteckungsdauer. Der britische NHS hält fest, dass Kinder und Jugendliche meist kürzer ansteckend sind als Erwachsene, und setzt seine Empfehlung für unter 18-Jährige entsprechend auf 3 statt 5 Tage. In Deutschland gilt für Kinder dieselbe BZgA-Empfehlung wie für Erwachsene.

Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben laut BZgA Personen ab etwa 60 Jahren und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen. Für sie zählt eine rasche ärztliche Einschätzung, weil antivirale Mittel früh gegeben werden müssen. Bei Atemnot rät gesund.bund.de, den Notruf 112 zu wählen.

Warum die Behörden bei Corona unterschiedliche Zahlen nennen

Bei Corona gehen die Antworten weiter auseinander als bei jeder anderen Krankheit auf dieser Seite, und zwar aus drei Gründen. Erstens die Messgröße: Das RKI zählt Tage mit vermehrungsfähigem Virus (etwa fünf), gesund.bund.de nennt eine Obergrenze für die meisten Menschen (zehn), der NHS zählt ab dem positiven Test (fünf beziehungsweise drei Tage). Das RIVM kombiniert beides: typisch 5, äußerstenfalls 7 Tage nach Symptombeginn, Beginn bis zu 5 Tage davor.

Zweitens die Frage, ob überhaupt noch eine Regel gilt. Frankreich und Italien haben die Isolationspflicht ausdrücklich beendet, die Niederlande isolieren nur auf Indikation, Spanien schweigt, Deutschland ersetzt die Pflicht durch die 3-bis-5-Tage-Empfehlung der BZgA. Drittens die Inkubationszeit: RKI 1 bis 8 Tage, BZgA 1 bis 12 Tage, RIVM 1 bis 14 Tage – je nachdem, welche Studien und Varianten eine Behörde zugrunde legt.

Keine dieser Zahlen ist falsch. Sie beantworten verschiedene Fragen: Wie lange lässt sich das Virus anzüchten? Wie lange ist es nachweisbar? Wie lang muss eine einfache Regel sein, um die allermeisten Fälle abzudecken? Für Ihren Alltag ist die Staffelung klar: fünf Tage für Gesunde, zehn Tage gegenüber Risikogruppen, länger bei Immunschwäche.

Was die Empfehlungen in sechs Ländern sagen

Dieselbe Krankheit, sechs offizielle Positionen. Wo ein Land nichts veröffentlicht, steht das in der Tabelle, statt die Zahl des Nachbarn zu übernehmen.

EmpfehlungAnsteckend bisZurück zu Arbeit oder SchuleQuelle
UK & USA (NHS / CDC)Tag 5 bis 10Nach positivem Test: 5 Tage zu Hause bleiben (3 Tage unter 18). 10 Tage lang Kontakt zu gefährdeten Personen meiden.UKHSA, NHS
Deutschland (RKI)Tag 5Bleiben Sie 3 bis 5 Tage zu Hause, und bis sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben.Robert Koch-Institut, BZgA infektionsschutz.de
Frankreich (Assurance Maladie)Nicht veröffentlichtIsolation ist nicht mehr vorgeschrieben. Meiden Sie Kontakt zu gefährdeten Personen und achten Sie auf Händehygiene und Lüften.Ameli
Spanien (Sanidad / Canal Salut)Nicht veröffentlichtNicht veröffentlichtMinisterio de Sanidad
Italien (ISS)Nicht veröffentlichtIsolation ist nicht mehr vorgeschrieben. Meiden Sie Kontakt zu gefährdeten Personen und achten Sie auf Händehygiene und Lüften.Ministero della Salute
Niederlande (RIVM)Tag 5 bis 7Es gibt keine allgemeine Isolationsdauer; Maßnahmen werden nur in bestimmten Situationen empfohlen.RIVM

Ansteckung zu Hause verhindern

Weil Corona vor allem über die Luft übertragen wird, helfen zu Hause vor allem Maßnahmen, die bei der Luft ansetzen. Die deutschen Behörden empfehlen:

  • Lüften: regelmäßiges Stoßlüften (BZgA); am effektivsten ist laut gesund.bund.de Querlüften. Aerosole können laut RKI sonst bis zu Stunden in der Luft bleiben.
  • Maske: Erkrankte sollten laut BZgA bei akuten Atemwegssymptomen in Innenräumen eine Maske tragen; gesund.bund.de nennt den medizinischen Mund-Nasen-Schutz.
  • Abstand und eigener Raum: Die Übertragung erfolgt laut RKI primär über kurze Distanz von etwa 1,5 Metern. Getrennt schlafen und essen, solange es geht.
  • Kontakt zu Risikogruppen vermeiden: Säuglinge, Ältere, Menschen mit Vorerkrankung oder Immunschwäche, Schwangere (BZgA).
  • Hände waschen und Husten- und Niesregeln einhalten (BZgA). Oberflächen spielen laut RKI eine deutlich kleinere Rolle als die Luft, Händewaschen bleibt trotzdem Standard.
  • Impfung: Die STIKO empfiehlt laut BZgA den Aufbau einer Basisimmunität; die Details ihrer aktuellen Empfehlung überarbeitet die BZgA gerade.

Häufige Fragen

Wie lange ist Corona ansteckend?

Laut RKI werden bei Omikron etwa fünf Tage nach Symptombeginn vermehrungsfähige Viren ausgeschieden; am ansteckendsten sind Sie von zwei bis drei Tagen vor den ersten Beschwerden bis vier bis fünf Tage danach. gesund.bund.de nennt als vorsichtige Obergrenze: Die meisten Menschen sind nach 10 Tagen nicht mehr ansteckend. Bei Immunschwäche oder schwerem Verlauf kann es deutlich länger dauern.

Wie lange ist man vor den Symptomen ansteckend?

Das RKI beschreibt den Zeitraum der höchsten Ansteckung ab zwei bis drei Tagen vor Symptombeginn, nennt aber keinen eigenen Starttag. gesund.bund.de sagt: bereits 1 bis 2 Tage vor den ersten Symptomen. Das niederländische RIVM hält bis zu 5 Tage vorher für möglich. Deshalb passieren viele Ansteckungen, bevor jemand weiß, dass er krank ist.

Wie lange ist man nach einem positiven Test ansteckend?

Das hängt davon ab, wann Ihre Symptome begannen, nicht vom Testtag. Das RKI rechnet etwa fünf Tage Virusausscheidung ab Symptombeginn. Der britische NHS zählt dagegen ab dem positiven Test: 5 Tage zu Hause bleiben, 10 Tage gefährdete Menschen meiden. Wenn Ihr Test erst am dritten Krankheitstag positiv war, sind Sie nach der RKI-Rechnung schon zwei Tage weiter.

Ist man noch ansteckend, wenn der Schnelltest nach 7 Tagen noch positiv ist?

Nicht unbedingt. Laut RKI sind Virusbestandteile etwa 11 Tage nach Symptombeginn nachweisbar, vermehrungsfähiges Virus wird aber nur etwa fünf Tage ausgeschieden. Ein positiver Test in der zweiten Woche zeigt Virusreste, nicht zwingend Ansteckungsfähigkeit. Keine deutsche Behörde verlangt für die Rückkehr einen negativen Test; maßgeblich sind die 3 bis 5 Tage der BZgA und Ihre deutliche Besserung.

Wie lange muss ich bei Corona zu Hause bleiben?

Eine Pflicht gibt es nicht mehr. Die BZgA empfiehlt, nach Möglichkeit drei bis fünf Tage und bis zur deutlichen Besserung der Krankheitszeichen zu Hause zu bleiben und bei Atemwegssymptomen in Innenräumen eine Maske zu tragen. gesund.bund.de sagt: zu Hause bleiben, bis sich die Symptome deutlich gebessert haben, und Kontakte zu Risikogruppen meiden.

Ab wann darf mein Kind mit Corona wieder in Kita oder Schule?

COVID-19 steht nicht auf der Liste des § 34 Infektionsschutzgesetz; ein gesetzliches Besuchsverbot gibt es nicht. Es gilt die BZgA-Empfehlung: 3 bis 5 Tage und bis zur deutlichen Besserung. Der NHS hält Kinder und Jugendliche für kürzer ansteckend als Erwachsene und empfiehlt unter 18 Jahren 3 Tage; das RKI veröffentlicht für Kinder keine eigene Zahl.

Wie lange ist man ohne Symptome ansteckend?

Das RKI hält fest, dass symptomatische Personen das Virus länger ausscheiden als asymptomatisch Infizierte, nennt für Infizierte ohne Symptome aber keine eigene Dauer. Zur Orientierung bleiben der Zeitraum der höchsten Ansteckung – bis zu vier bis fünf Tage nach dem Zeitpunkt, an dem Symptome begonnen hätten – und die fünf Tage Virusausscheidung. Wer positiv getestet ist und sich gesund fühlt, sollte fünf Tage Abstand zu Risikogruppen halten.

Wie lange dauert Corona?

Die meisten Erkrankten haben laut BZgA und gesund.bund.de milde bis mittelschwere Symptome und erholen sich innerhalb von ein bis zwei Wochen. Die Ansteckungsfähigkeit endet nach den RKI-Zahlen früher, bei sonst Gesunden etwa fünf Tage nach Symptombeginn. Halten Beschwerden länger an oder werden sie schlimmer, lassen Sie sich ärztlich beraten; bei Atemnot wählen Sie die 112.

Gibt es in Deutschland noch eine Isolationspflicht bei Corona?

Nein. COVID-19 ist nicht in der RKI-Übersicht der Krankheiten enthalten, für die § 34 IfSG ein Besuchsverbot vorsieht, und die BZgA formuliert ihre 3 bis 5 Tage als Empfehlung, nicht als Vorschrift. Auch Frankreich und Italien haben die Isolationspflicht beendet; die Niederlande isolieren nur auf ärztliche Indikation.

Wann darf ich mit Corona Großeltern besuchen oder ins Pflegeheim?

Warten Sie mindestens zehn Tage ab Symptombeginn. Das ist die Grenze, ab der laut gesund.bund.de die meisten Menschen nicht mehr ansteckend sind, und die Frist, für die der NHS das Meiden gefährdeter Menschen empfiehlt. Personen ab etwa 60 Jahren und chronisch Kranke gehören laut BZgA zur Risikogruppe. Tragen Sie beim ersten Besuch danach eine Maske, wenn noch Symptome bestehen.

Ist man mit antiviralen Medikamenten kürzer ansteckend?

Dazu macht weder das RKI noch gesund.bund.de eine Aussage. Nirmatrelvir mit Ritonavir und Remdesivir sind laut gesund.bund.de für Menschen mit erhöhtem Risiko gedacht und müssen so früh wie möglich nach Symptombeginn eingenommen werden. Halten Sie sich auch unter Behandlung an die fünf Tage des RKI und die 3 bis 5 Tage der BZgA.

Wie lange schweben Corona-Aerosole in der Luft?

Laut RKI können virushaltige Aerosole in geschlossenen Räumen bis zu Stunden in der Luft schweben und infektiös bleiben; deshalb sind dort Übertragungen auch über mehr als die üblichen etwa 1,5 Meter möglich. Regelmäßiges Stoßlüften (BZgA) und Querlüften (gesund.bund.de) sind darum die wirksamsten Maßnahmen zu Hause.

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Ärztlich geprüft von Dr. Chrysoula Liakou, MD, PhD.

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Quellen

  1. RKI-Ratgeber COVID-19 — Robert Koch-Institut (Stand 24.08.2026)
  2. Atemwegsinfektionen — BZgA infektionsschutz.de (Stand 17.03.2025)
  3. COVID-19 symptoms and what to do — NHS (Stand 21.03.2023)
  4. People with symptoms of a respiratory infection including COVID-19 — UKHSA (gov.uk) (Stand 10.06.2022)
  5. Isolement : duree, precautions, regles d'hygiene — Ameli (Assurance Maladie) (Stand 10.11.2025)
  6. Recomendaciones frente a infecciones respiratorias agudas — Ministerio de Sanidad (Stand 03.12.2025)
  7. Covid-19, cade l'obbligo di isolamento per i positivi — Ministero della Salute (Circolare 11 agosto 2023), as published by Azienda USL Umbria 2 (Stand 26.08.2023)
  8. COVID-19 — RIVM (Stand 18.03.2025)
  9. Erregersteckbrief Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19 — BZgA infektionsschutz.de (Stand 01.05.2025)
  10. COVID-19 — gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit) (Stand 12.01.2024)
  11. Empfehlungen für die Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen gemäß § 34 IfSG — Robert Koch-Institut (Epidemiologisches Bulletin 1/2023) (Stand 05.01.2023)

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